Wie wär es mit weniger Fliegen im neuen Jahr? | © Andie712b, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Wie wär es mit weniger Fliegen im neuen Jahr? | © Andie712b, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Nachhaltige Vorsätze fürs neue Jahr

  • Cécile Villiger

Im Zeitalter des Konsums ist fast alles erschwinglich. Dabei geht oft der Bezug zum Produkt oder der Dienstleistung verloren. Bevor das neue Jahr beginnt, können wir uns fragen, wie unser Lebensstil zu verbessern wäre.

Weniger fliegen

Öko sein ist in, aber auch das Reisen in ferne Länder. So ernähren sich umweltbewusste Schweizer zwar von Bioprodukten, wollen aber nicht aufs Fliegen verzichten, wie das Schweizer Radio und Fernsehen berichten. Dabei sollte das Reisen an sich doch aufregend sein und zum Abendteuer dazugehören. Was man vom Fliegen ja nicht gerade behaupten kann: langwierige Passkontrollen, Sardinendosen-feeling und oft sehr grosse Langweile überwiegt. Warum also nicht das ökologische Denken beim Planen der nächsten Reise einschalten?

Bei einer Zugreise etwa verbraucht man sieben mal weniger Kohlenstoffdioxid als bei einer Reise mit dem Flugzeug. So gibt es auf nachtzug-schweiz.ch interessante Nachtzug-Angebote. Oder man schwingt sich für die nächste Reise aufs Fahrrad und erfüllt gleichzeitig den beliebten „mehr-Sport“-Vorsatz. Eine Velotour bietet die Gelegenheit das Vorankommen in einem angenehmen Tempo bewusst zu erleben und dabei die Natur aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen. Das Trampen wäre ein weiteres Möglichkeit klimafreundlich zu reisen. Dabei werden Abendteuer-hungrige garantiert auf ihre Kosten kommen.

Der Zukunfts-blog der ETH beschäftigt sich mit dem Thema Fliegen.

Auf nachhaltig produzierte Mode setzen

Weihnachten ist vorbei, die Stunde der Schnäppchenjäger hat geschlagen. Haufenweise Kleider für einen einstelligen Betrag – viel zu günstig. Der wahre Preis zahlt jemand anders: Die Arbeiter auf den Baumwollplantagen und die NäherInnen in den Textilkonzernen, die zu miserablen Bedingungen arbeiten müssen. Von umweltfreundlicher Produktion und Transport kann auch keine Rede sein. Tonnenweise Pestizide werden auf die gentechnisch veränderten Baumwollpflanzen gesprüht. Wie wäre es im Jahre 2017 dieses Vergehen an Mensch und Natur nicht mehr zu unterstützen? Die Organisation Publiceye hat eine Broschüre zusammen gestellt um sich im Label-Jungle der Kleider zurecht zu finden.

H&M der Inbegriff der Billig-Mode. | © Tnarik Innael, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
H&M der Inbegriff der Billig-Mode. | © Tnarik Innael, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Konsum von tierischen Produkten verringern

Die Herstellung der Lebensmittel unterscheiden sich punkto Treibgas- und Wasserverbrauch stark. Bei der Fleisch- Milch und Eierproduktion gehen jeweils wichtige Ressourcen in der Verdauung der Tiere verloren. So ist der Verbrauch an Emissionen für eine Portion Rindfleisch 22 mal höher als der für eine Portion Linsen mit dem selben Proteingehalt. Ausserdem werden für die Fleischproduktion Unmengen an Wasser verbraucht und verschmutzt. Wie wäre es im neuen Jahr den Verzehr an tierischen Produkten zu reduzieren? Auf Qualität und Lokalität zu setzen und die Tiere vollständig zu verwerten? Ein Poulet besteht nämlich nicht nur aus Brüsten. Auch aus den Knochen lässt sich noch eine feine Bouillon herstellen – nicht zu vergleichen mit dem Instant-Bouillon-Würfel.

Gute Überzeugungsarbeit leistet diese Doku:

Ein eigener Garten anlegen

Quinoa, Mangos, Kokosmilch – müssen es immer exotische Lebensmittel sein? Der Transportweg ist enorm und oft „isst“ man den lokalen Bevölkerung Grundnahrungsmittel weg – auch wenn die Produkte biologisch hergestellt werden. Denn die Nachfrage führen zu grossem Preisanstiege im Produktionsland und bedroht so die Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung. Darum wäre das neue Jahr die perfekte Gelegenheit um auf regionale und saisonale Produkte zu setzen. Hier sind Alternativen zu Quinoa und Co zusammengefasst.

Und was ist nicht regionaler, als der eigene Garten? Es gibt nicht schöneres als in die selber gezogene, knackige Karotte zu beissen. Ausserdem lässt sich die Saisonalität des Gemüses so richtig spüren und man überlegt es sich woher die eine Tomate im Winter herkommt.

So kommt man auch bei wenig Platz zum selber gezogenen Salat. | © wiccahwang, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Vertical Gardening: So kommt man auch bei wenig Platz zum selber gezogenen Salat. | © wiccahwang, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Kein grüner Daumen? Neue Technologien machen es möglich den Garten vom Computer aus zu pflegen und dabei dank Sensoren die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen festzustellen.

 

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