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Invasive Pflanzen in der Schweiz

  • Redaktion Naturschutz

erkennen und bekämpfen
Ewald Weber
Rezension von Beatrice Luginbühl

Gebietsfremde Pflanzenarten (Neophyten) sind Pflanzenarten, welche seit Ende des 15. Jahrhunderts in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkommen. Einige von ihnen haben sich äusserst effizient ausgebreitet und verursachen ökologische oder ökonomische Schäden, indem sie einheimische Arten verdrängen oder Uferbefestigungen beschädigen, nur um zwei Beispiele zu nennen. Der Bund setzt jährlich Millionen von Franken ein, um die wichtigsten dieser invasiven Arten zu bekämpfen. Zu Recht postuliert Pro Natura in einer im Sommer 2012 veröffentlichten Medienmitteilung, dass eine bessere Aufklärung der Bevölkerung von Seiten des Bundes notwendig sei, um die grosse Aufgabe der Neophytenbekämpfung effizienter anzugehen.

Das neu veröffentlichte Buch arbeitet in diesem Sinne vorzüglich mit. Es ist bestens geeignet, die in der Schweiz vorkommenden invasiven Pflanzenarten kennenzulernen. Aber nicht nur das. Es ist stellenweise äusserst interessant zu lesen. Zum Beispiel erklärt es anschaulich, welche Merkmale einen Neophyten zur problematischen Art werden lassen, wie die Arten in die Schweiz kamen, und es bietet übersichtliche Fakten zu Schäden, welche durch unkontrolliertes Auftreten solch invasiver Pflanzen entstehen können. Man findet auch spannende Details wie zum Beispiel, weshalb gerade das Jahr 1492 massgebend ist, wenn es darum geht zu entscheiden, ob eine Pflanze einheimisch ist oder nicht. Denn dies ist kein Zufall: Es ist das Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus. . . . .

Invasive Pflanzen der Schweiz – das Buch sei Fachleuten, Hobbygärtnern und allen am Thema Interessierten sehr empfohlen.

Weber E. (2013): Invasive Pflanzen in der Schweiz, erkennen und bekämpfen, 1. Auflage 2013, 224 Seiten, ca. 200 Farbfotos, 100 Zeichnungen, 70 Karten, gebunden. Erschienen im Haupt Verlag (www.haupt.ch) CHF 39.00 (UVP), ISBN 978-3-258-07796-3