© Se Mo, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Fuchsbandwurm: Wie man sich schützt

  • Amanda Buol

Die Beeren sind teilweise schon reif, ob im Wald, in Heckenstreifen oder im eigenen Garten. Doch sollte man beim Genuss der selber gepflückten Beeren Vorsicht walten lassen, denn das Risiko eines Fuhsbandwurmes besteht.

Echinococcus multilocularis ist uns als Fuchsbandwurm bekannt. Als ausgewachsener Bandwurm lebt er im Dünndarm von Füchsen, seltener von Hunden (0.3 Prozent) und Katzen. Beim Menschen kann er eine schwere Leberkrankheit auslösen, die sogenannte alveoläre Echinokokkose. Über das Blut können die Bandwurmlarven in unsere Leber gelangen, Zysten bilden und mit der Zeit auch andere Organe anfallen. In der Schweiz kommen jährlich 10-20 neue Fälle dazu, was sehr selten ist. Im Alpenraum sind etwa 10 Prozent, im Mittelland, Jura (Land und Siedlungen) 30 bis 60 Prozent der Füchse mit dem Parasiten befallen. Es ist somit relativ unwahrscheinlich am Parasiten zu erkranken, trotzdem ist Vorsicht geboten.

Übertragung

Zusammen mit dem Kot des Haupwirtes, dem Fuchs, Hund oder der Katze, werden die Eier ausgeschieden. Diese Eier werden vom Zwischenwirt (Nagetiere) aufgenommen, wo die Bandwürmer im Larvenstadium ins Blut und in Leber gelangen. Fressen die Füchse die Nagetiere, gelangen die Larven wieder in den Hauptwirt und entwickeln sich zu adulten Bandwürmern.

Der Mensch kann aber auch als Zwischenwirt für den Parasiten fungieren. Übertragen werden die Bandwurm-Eier über den direkten Kontakt mit Infizierten Tieren oder durch erdbeschmutzte Hände, rohe Lebensmittel (Beispielsweise Beeren, Gemüse) und Trinkwasser, die mit den Eiern verunreinigt sind.

Symptomatik der Krankheit

Das Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose ist untypisch und zeichnet sich durch Bauchschmerzen und/oder Gelbsucht aus. Die Symptome der Erkrankung tauchen meist erst fünf bis fünfzehn Jahren später auf.

Dabei wäre eine frühzeitige Behandlung wichtig, um Organschäden, und damit den sicheren Tod, vorzubeugen. Eine Früherfassung ist möglich durch Bluttests oder Ultraschall und die operative Entfernung des Parasiten. Jedoch kann eine erkrankter Mensch nicht komplett geheilt werden. Dank medikamentöser Langzeittherapie kann das Wachstum der Bandwurm-Larve kontrolliert werden.

Vorsichtsmassnahmen

Es gibt einige Möglichkeiten, sich vor einer Infektion des Fuchsbandwurmes zu schützen. Dabei ist es wichtig nicht in Kontakt mit dem Parasiten zu kommen. Tote Füchse und ihr Kot dürfen Sie nur mit Handschuhen anfassen. Der Kot darf nicht im Kompost, sondern nur im Abfall entsorgt werden. Bei Arbeiten mit Erde und Gras im Garten, sowie bei Kontakt mit Hunden jeweils Hände waschen. Bei Hunde, die Mäuse jagen, sollte oft eine Entwurmung durchgeführt werden. Schuhe und Stiefel benutzen Sie am besten nicht im Wohnbereich.

Nahrungsmittel, die in Bodennähe wachsen (beispielsweise Beeren, Pilze, Gemüse, Salat, Fallobst) müssen vor dem Verzehr gründlich gewaschen und wenn möglich gekocht werden. Einfrieren tötet die Eier nicht ab.

Weitere Informationen über den Fuchsbandwurm erhalten Sie hier »