© Filme für die Erde
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Filmtipp vom August: Bike vs. Cars

  • Amanda Buol

Der Film Bikes vs. Cars zeigt eine globales Dilemma, das uns längst bekannt ist und über das wir sprechen sollten: Ganze Städte ächzen unter der täglichen Blechlawine und werden von Autos vereinnahmt und verschlungen. Dabei wird der Verkehr chaotischer, die Luftverschmutzung steigt stetig und es wird immer lärmiger. Ist eine nachhaltige Mobilität möglich? Welche Alternativen gibt es? Worauf sollten wir uns in Zukunft fokussieren?

logo_ffde_100x33 Der Filmtipp des Monats wird von Filme für die Erde präsentiert.

Der schwedische Regisseur Frederik Gertten geht diesen Fragen auf den Grund und nimmt uns mit auf eine spannende Reise um die Welt mit Beispielen aus Grossstädten. Die brasilianische Metropole São Paulo ist zum Beispiel mit 21 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt auf der Südhalbkugel und versinkt im Verkehrschaos. Sieben Millionen Autos sind auf den Strassen unterwegs. Die Folge sind Pendler, die täglich etwa drei Stunden im Stau stehen und alle vier Tage wird ein Radfahrer getötet. Aber Sao Paulo ist nicht die einzige Stadt, die unter der Blechlawine ächzt. Auch Los Angeles oder Toronto werden klar von der Autoindustrie regiert. So lässt Torontos Bürgermeister Rob Ford die Radgassen der Stadt wieder entfernen um den „Krieg gegen Autos“ welchen Radfahrer betreiben, zu gewinnen. Seiner Meinung nach sind Strassen für Busse, Autos und Lastwagen gebaut worden, und nicht für Menschen auf dem Fahrrad.

Die Autoindustrie verkauft mehr Fahrzeuge als jemals zuvor. Bis ins Jahr 2020 sollen es geschätzt zwei Milliarden Autos sein. Ein Milliardengeschäft, in welches die Autoindustrie jährlich Millionen für die Lobbyarbeit und Werbung investiert. Bedenklich dabei, im Jahr 2013 wurden 82,8 Millionen Autos verkauft, aber weniger als ein Prozent davon waren Elektofahrzeuge.

Kopenhagen setzt den Kontrapunkt: 40% der Bevölkerung ist mit dem Fahrrad unterwegs. Ist dies eine Zukunftsvision auch für andere Städte? Das Fahrrad ist ein erstaunliches Werkzeug für den Schutz des Klimas – es ist sauber und gesund! Frederik Gertten lässt Denker und Aktivisten zu Wort kommen, die im Sinne einer Verbesserung der aktuellen Situation kämpfen. Dabei ermutigt er die Zuschauer, sich mittels einfacher Wahrheiten, eine eigene Meinung zu bilden. Ein Film, der sich auch für Autofahrer lohnt, weil er beide Parteien gleichberechtigt nebeneinander stellt.

Der Film wird am Filme für die Erde Festival am Freitag, 23. September 2016 um 18 Uhr in 17 Städten gezeigt. Eintritt ist gratis.

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