© Filme für die Erde
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Filmtipp im März: Taste the Waste

  • Amanda Buol

Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg – so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren.

logo_ffde_100x33Der Filmtipp des Monats wird von Filme für die Erde präsentiert.

Der Regisseur Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er im Film „Taste the Waste“ ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen.

Die Folgen der Lebensmittelverschwendung sind nicht nur unethisch (jeder 7. Mensch auf diesem Planeten leidet an Hunger), sondern auch ökologisch fatal. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht unter anderem durch intensive Tierhaltung. Für die Produktion von Fleisch- und Milch werden Soja-Monokulturen auf gerodeten Urwaldflächen angebaut.

„Taste the Waste“ zeigt aber auch, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten.

Für jeder, der etwas über die Verschwendung von Lebensmittel erfahren will, ist dieser Film ein Muss! Als DVD ist der Film hier erhältlich »