© Filme für die Erde
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Filmtipp im Januar: Waste Land

  • Amanda Buol

Wie können aus Müll, Menschen die diesen Müll sortieren und einer Kamera wunderschöne Kunstwerke entstehen die auf dem internationalen Kunstmarkt grosses Ansehen erlangen? Der Künstler und Fotograf Vik Muniz zeigt wie es geht!

logo_ffde_100x33Der Filmtipp des Monats wird von Filme für die Erde präsentiert.

Der Künstler und Fotograf Vik Muniz realisierte zusammen mit Müllsammlern aus Rio de Janeiro eindrucksvolle, aufwendige Kunstinstallationen. Die als „Catadores“ bekannten Pflücker einer Mülldeponie leben davon, den Müll nach Recycling-Material zu durchwühlen. Die gesammelten Schätze werden im gemeinsamen Kunstprojekt verwendet. Die ganze Entwicklung hielt die Filmemacherin Lucy Walker während drei Jahren in ihrem Film fest.

Für die Installation schiesst Muniz Porträts der „Catadores“, die er dann in einem leeren Fabrikgebäude auf den Boden projiziert. Die „Catadores” erschaffen unter der Anleitung von Muniz ein Kunstwerk, sie legen ihre Bilder mit dem gesammelten Müll aus, Muniz lichtet diese ab, um die Fotografien in Rio de Janeiro auszustellen und später in London zu versteigern. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder kommt der „Müllwerkergewerkschaft“ zugute.

In aller Deutlichkeit wird in Waste Land aufgezeigt, welche Auswirkungen unser enormes Wirtschaftswachstums auf Mensch und Umwelt hat. Reichtum schafft Verantwortung, betont Vik Muniz im Film. Das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen.

Waste Land wurde an der Berlinale 2010 gleich mit zwei Auszeichnungen geehrt. Neben dem Panorama-Publikumspreis bekam die Dokumentation außerdem den Amnesty International Film Award verliehen. Zudem war er für den Oscar 2011 als bester Dokumentarfilm nominiert.

Diesen Film muss man sehen! Als DVD ist der Film hier erhältlich »