Der Stausee Lago di Livignio. © Noelle König
Der Stausee Lago di Livignio. © Noelle König

Eine Wanderung durch die Enzianwiesen im Schweizer Nationalpark

  • Noelle König

Unberührte Natur, blühende Alpenwiesen und rauschende Bergbäche begegnen einem auf der Wanderung durch den Schweizer Nationalpark. Die Route startet bei Buffalora und führt durch das Gebirge des Munt la Scheras. Ein lohnenswerter Ausflug mit atemberaubender Aussicht, vielfältiger Vegetation und diversen Alpentiere.

Ein wilder Bergbach sprudelt uns bei der Alp Buffalora, dem Startpunkt der Wanderung entgegen. Die vergangenen Regentage machen sich bemerkbar und stellen uns bereits nach den ersten Minuten vor eine Herausforderung. Das Gewässer versperrt den Wanderstart und fordert uns auf, das eisige Wasser zu durchqueren. Ist dies geschafft, wird man von der Wunderwelt willkommen geheissen. Enziane, Berg Weidenröschen und Alpenkuhschellen schmücken die Wiesen und verzaubern die Berglandschaft in eine freundliche Idylle.

Eine Blumenwiese in Buffalora.
Eine Blumenwiese bei Buffalora. © Noelle König

Die zunächst liebliche Vegetation verändert sich nach einigen Höhenmeter in eine karge Flora. Blumenwiesen und Nadelbäume verschwinden und werden durch Gestein, karge Büsche und Flechten ersetzt. Weiter auf der Route 15, welche noch mit einigen Schneeflecken bedeckt ist, steht man bald vor dem Eingang des Schweizer Nationalparks.

Der Eingang zum Schweizer Nationalpark. © Noelle König
Der Eingang zum Schweizer Nationalpark. © Noelle König

Nach dem Aufstieg führt der Pfad entlang des Mount la Scheras. Man geniesst ein unglaubliches Alpenpanorama und es gibt viele schöne Stellen für eine Rast. Die Landschaft bietet unberührte Natur und Wildnis. Ein zusätzliches Highlight der Strecke ist der Ausblick auf den Lago di Livigno. Der türkisfarbene Stausee liegt sowohl auf Schweizer wie auch auf Italienischem Territorum.

Der Stausee Lago di Livignio. © Noelle König
Der Stausee Lago di Livignio. © Noelle König

Weiter auf dem Wanderweg führt ein schmaler Weg bergab. Es dauert nicht allzu lange und man läuft durch Arven und Föhren Wälder. Die immer üppiger werdende Vegetation, der Duft des Waldes und die fleissigen Kletterer und Sammler, die Eichhörnchen, schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Der Abstieg durch den Nadelwald beendet die Route 15 und führt zum Gasthaus Fuorn, wo man diverse Bündner Spezialitäten geniessen kann. Für jene, welche noch nicht genug von der Wanderschaft haben, können eine zweistündige Wanderung- Route 13 in Richtung Zernez- als Abschluss geniessen. Sie führt erst durch wunderschöne Nadelwälder und anschliessend durch die Ebene von Champlönch.

Eine Ebene in Champlönch. © Noelle König
Eine Ebene in Champlönch. © Noelle König

Das Wichtigste in Kürze:

Dauer der Route 15: ca. 4.5h
Zufahrt: Start- und Endpunkt sind mit dem Postauto erreichbar. Start: Buffalora; Ziel: Il Fuorn P6.
Dauer der Route 13: ca. 1.5h
Zufahrt: Start- und Endpunkt sind mit dem Postauto erreichbar: Start: Il Fuorn P6; Ziel: Champlönch P1.

Route der Wanderung von Buffalora bis Il Fuorn und von Il Fuorn bis P1 . © swisstopo, public.geo.admin.ch.
Route der Wanderung von Buffalora bis Il Fuorn und von Il Fuorn bis P1 . © swisstopo,  public.geo.admin.ch