Verabschieden Sie sich von üblen Körpergerüchen dank natürlichem Deo aus Eigenproduktion. | © Aqua Mechanical [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Verabschieden Sie sich von üblen Körpergerüchen dank natürlichem Deo aus Eigenproduktion. | © Aqua Mechanical [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com

Deo selber machen: einfach, ökologisch und wirksam!

  • Mélanie Guillebeau

Mit folgendem Rezept können Sie ohne grossen Aufwand dafür mit grosser Wirkung Ihr eigenes ökologisches und aluminiumfreies Deo herstellen.

Die Auswirkungen von Aluminiumsalzen in Deodorants und vor allem Antitranspirantien haben in den letzten Jahren für zahlreiche Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Aluminiumsalze schützen uns zwar vor übermässigem Schwitzen, wurden aber mit der Entstehung von Brustkrebs in Verbindung gebracht. In Spray-Deos werden zudem Treibgase wie Isobutan oder Propan verwendet, deren Herstellung auf Erdöl oder Erdgas basiert. Zudem tragen Treibgase – wenn auch sehr gering, besonders im Vergleich zu den früher verwendeten FCKWs – zum Treibhauseffekt bei. Mittlerweile haben die meisten Hersteller reagiert und verkaufen hauptsächlich aluminiumfreie Deodorants in kondensiertem Verpackungsvolumen und somit unter vermindertem Einsatz von Ressourcen und Treibgasen.

Nichtsdestotrotz habe ich einerseits das Gefühl, dass Deos zumeist den Geruch nur mit einer Parfümwolke überdecken und andererseits doch noch zahlreiche unerwünschte Inhaltsstoffe enthalten. Das hat mich dazu veranlasst, die zahlreichen Deo-Rezepte im Internet zu durchforsten und mich selbst an der Deo-Herstellung zu versuchen. Und ich muss sagen, das Resultat überzeugt mich. Es ist simpel, günstig, ökologisch und wirksam. Und so funktioniert’s:

Aus nur drei Zutaten

  • Kokosnussöl: Kann in grösseren Lebensmittelgeschäften oder im Biolädeli gekauft werden. Es schmilzt erst bei 24°C und befindet sich  bei Raumtemperatur in der Regel in festem Zustand.
    • Wirkung: Kokosnussöl wirkt antibakteriell, hemmt also das Wachstum von Bakterien, welche die unangenehmen Gerüche unter den Achseln entstehen lassen. Ausserdem verleiht es der Haut Feuchtigkeit und verströmt einen angenehmen Duft, welcher aber weit weniger intensiv – und zwar im positiven Sinne – ausfällt als bei gekauften Produkten mit Kokosnussduftnote.
    • Kostenpunkt: ca. 8 Franken für 200 Milliliter oder 15 Franken für 400 Milliliter
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  • Natron: Findet sich in jedem Lebensmittelgeschäft im Backregal.
    • Wirkung: Natron hat ähnlich zum Kokosnussöl eine antibakterielle Wirkung. Der Anteil an Natron im Rezept sollte nicht erhöht werden, da dieses basisch ist und daher ein trockenes Hautgefühl oder eventuell Irritationen verursachen kann.
    • Kostenpunkt: ca. 1 Franken pro Beutel
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Natron, nicht zu verwechseln mit Backpulver.
  • Stärke: Ist ebenfalls in allen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Es dient vor allem dem Andicken der gesamten Mixtur. Wird dem Deo etwas mehr Stärke beigefügt, fällt er in der Regel geschmeidiger aus.
    • Kostenpunkt: ca. 3 Franken
Stärke, zum Beispiel basierend auf Mais.
Stärke, zum Beispiel basierend auf Mais.

Und so einfach geht man in Produktion

Die Herstellung ist ganz einfach. Es gilt zu beachten, dass alle verwendeten Behälter und Hilfsmittel vorher gründlich gereinigt werden. In einer kleinen Schüssel werden die drei Zutaten zu gleichen Teilen, sprich 33 Prozent Kokosnussöl, 33 Prozent Natron und 33 Prozent Speisestärke des Gesamtvolumens, mit einem einem Löffel vermengt. Wenn die Masse gut durchmischt und homogen ist, kann sie in ein Gefäss umgefüllt werden. Für unterwegs habe ich zudem ein kleines Behältnis, wie es zum Beispiel zum Aufbewahren von Lipgloss verwendet wird, mit der Deopaste befüllt.

Für das gewisse Extra sorgen ätherische Öle

Wer möchte, kann dem Deo noch seine eigene Duftnote verleihen, indem der Deomasse wenige Tropfen eines ätherischen Öls hinzugefügt werden. Dabei ist aber Vorsicht geboten, da allergische Reaktionen aufgrund ätherischer Öle durchaus vorkommen können.

Verleihen Sie dem Deo eine individuelle Duftnote, zum Beispiel mit ein Paar Tropfen Lavendelöl. | © David Brookes [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Verleihen Sie dem Deo eine individuelle Duftnote, zum Beispiel mit ein Paar Tropfen Lavendelöl. | © David Brookes [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com

Um das Deo länger haltbar zu machen, können einige Tropfen Vitamin E beigefügt werden, welches als Antioxidans und Konservierungsmittel in der Kosmetik zum Einsatz kommt. Vitamin E, auch Tocopherol genannt, kann in einer Apotheke, meist in Kapselform, gekauft werden. Das Aufbewahren des Deos an einem trockenen und kalten Ort, oder sogar im Kühlschrank, hilft ausserdem die Haltbarkeit zu verlängern.

So und damit steht Ihnen nichts mehr im Weg, in nur fünf Minuten Ihr eigenes natürliches Deo zu produzieren. Viel Spass!