Im Frühling 2006 hat der Zugvogelschutz Zypern auf Südzypern ein Vogelschutzgebiet (Natura 2000) Nähe Cape Greco (an der Südküste) der EU vorgeschlagen. Dieses wichtige europäische Zuggebiet wird im Frühling und Herbst überwacht, damit die ziehenden Vögel nicht gefangen werden.
Trotz interantionaler Proteste hat die maltesische Regierung wieder die Jagd auf heimkehrende Zugvögel genehmigt, obwohl die Europäische Vogelschutzrichtlinie die Frühlingsjagd untersagt. Dieses Jahr hat die Regierung den maltesischen Jägern hohe Auflagen unterlegt, ausserdem ist die Jagd ist nur während sechs Tagen erlaubt.
Die Mehlschwalbe ist vom Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2010 erkoren worden. Die schwarz-weisse Schwalbe wirbt im Internationalen Jahr der Biodiversität für mehr Biodiversität im Siedlungsraum. Sie benötigt offene Bodenstellen und ein grosses Insektenangebot. Der SVS/BirdLife Schweiz macht daher mit der Mehlschwalbe auf die schwindenden Naturflächen im Siedlungsraum aufmerksam und fordert mehr unversiegelte Flächen und Blumenwiesen in Städten und Dörfern.
„Es ist unverantwortlich, dass die Vogeljagd in Ländern wie Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien im Januar und Februar, teilweise auch bis in den März hinein, auf Hochtouren läuft“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur in Radolfzell. Durch die Jagd werden die wichtigsten Überwinterungs- und Rastgebiete an der Adria entwertet und verwandeln sich stattdessen in Todesfallen für unsere Brutvögel.
Erstmalls konnte in einem Freilandversuch festgestellt werden, dass Gerüche wesentlich den Vogelzug erleichtern. Sie spielen eine wichtigere Rolle als die Sonne und das Magnetfeld der Erde.
An diesem Wochenende haben tausende Personen die grösste Flugschau Europas, nämlich den Vogelzug, an ausgewählten Orten beobachtet. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz zählte an seinen 55 Beobachtungsstationen 5465 Besucher. Diese konnten zusammen mit den Feldornithologen der örtlichen Vereine 44′329 vorbeiziehende Vögel beobachten. An der Zugvogelbeobachtung beteiligten sich BirdLife Partner in 35 Ländern in ganz Europa. Es war ein eindrücklicher Aufruf zum Schutz der Zugvögel und ihrer Lebensräume.
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordert, dass grüne Energie keine grünen Werte beeinträchtigen darf. Gerade für Zugvögel wie Störche, grosse Vogelarten wie Greifvögel oder für störungsanfällige Arten wie das Auerhuhn können Windenergieanlagen und die zugehörige Infrastruktur zu einem massiven Problem werden. Windkraft soll fair genutzt werden. Anlagen sollen nur dort entstehen, wo sie keine bedeutenden Naturwerte zerstören können.
Auf dem Inselstaat Malta dürfte es nun endgültig keine Frühlingsjagd auf Vögel geben. Der Europäische Gerichtshof in Brüssel hat befunden, dass Malta mit der Jagd auf Turteltauben und Wachteln gegen europäisches Recht verstossen hat. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz ist erfreut über dieses Urteil, denn mit einem Jagdverbot auf diesem wichtigen Rastplatz der Zugvögel steigen die Überlebenschancen auch für Schweizer Vögel wie den selten gewordenen Gartenrotschwanz.
Wasser- und Zugvögel erhalten in der Schweiz mehr Schutz: Der Bundesrat hat heute entschieden, dass acht neue Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler Bedeutung ausgeschieden werden. Ein bestehendes Schutzgebiet von internationaler Bedeutung wird erweitert. Zudem werden Freizeitaktivitäten in den Schutzgebieten eingeschränkt, während es mehr Möglichkeiten zur Beilegung von Nutzungskonflikten mit der Berufsfischerei geben soll.
In den 28 [...]
Der besenderte Weissstorch “Max” hat Anfang September seinen Brutplatz in Tüfingen (D) nördlich des Bodensees verlassen und blieb in den letzten Tagen in Spanien, nördlich der Sierra Morena.
Max schlägt weiterhin alle Rekorde. Noch nie zuvor konnten die Wanderungen eines Tiers über eine so lange Zeit verfolgt werden. Er trägt seinen Sender seit dem 5. Juli [...]