Die Revision der Energieverordnung nimmt dringend notwendige Anpassungen vor für Anlagen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie. Für neue Wasserkraft- und Windkraftanlagen, welche von Fördergeldern der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) profitieren wollen, werden zukünftig Abklärungen hinsichtlich der Standorteignung getroffen werden müssen. Pro Natura begrüsst diese Neuerung sehr. Allerdings ist sie in der vorliegenden Form als “Empfehlung” zu schwach, um sicherzustellen, dass Gebiete mit hohen Natur- und Landschaftswerten vor solchen Bauten bewahrt werden: Wo eine Anlage für erneuerbare Energie gebaut werden darf und wo nicht, muss verbindlicher geregelt sein.
Im Zusammenhang mit der AKW-Debatte steht die Frage der Ausbaupotenziale an erneuerbarer Energie in der Schweiz im Vordergrund. Es wird nun in einzelnen Medienartikeln suggeriert, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) stelle Anforderungen, die den Bau von Windkraftwerken praktisch verunmöglichen würden. Dies weist die Stiftung in einer Medienmitteilung klar zurück.
Das geschieht, wenn ein Windkraftwerk am falschen Ort steht… Weitere Einträge zur Windkraft finden Sie hier: http://naturschutz.ch/?s=Windkraft
Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz fordert, dass grüne Energie keine grünen Werte beeinträchtigen darf. Gerade für Zugvögel wie Störche, grosse Vogelarten wie Greifvögel oder für störungsanfällige Arten wie das Auerhuhn können Windenergieanlagen und die zugehörige Infrastruktur zu einem massiven Problem werden. Windkraft soll fair genutzt werden. Anlagen sollen nur dort entstehen, wo sie keine bedeutenden Naturwerte zerstören können.
Die Stadt Zürich investiert 200 Millionen Franken in neue Windenergieanlagen im In- und Ausland. Das Stadtzürcher Stimmvolk hat am Sonntag mit 80,4 Prozent sehr deutlich Ja gesagt zu einem entsprechenden Rahmenkredit.
In der Schweiz gibt es eine ganze Reihe von neuen Windkraftprojekten. Geeignete potenzielle Standorte für Windparks befinden sich vor allem auf den Jurahöhen sowie in den West- und Zentralalpen. Im Kanton Wallis laufen zur Zeit Vorabklärungen für Windkraftanlagen auf folgenden Pässen: Grimsel, Furka, Nufenen, Simplon und Sanetschpass sowie auf dem Grossen St. Bernhard. In entlegenen [...]
Die Gemeinde Oberwald (VS) plant auf der Grimsel-Passhöhe den Bau von 21 Windrädern. Sie sollen über 80 Meter hoch sein und einen Durchmesser von bis zu 40 Metern aufweisen. Oberwald lässt bereits eine Testanlage bauen, die Finanzierung ist indes offen. (sb) Links zum Beitrag SF Tagesschau
Der bis anhin grösste Windpark der Schweiz soll am Gotthardpass entstehen. Es handelt sich um acht 78 Meter hohe Masten mit Propellern von 82 Metern Durchmesser, die Strom für rund 15.000 Personen erzeugen sollen. Die Investoren Reninvest und Azienda Elettrica Ticinese rechnen mit Projektkosten von ca. 48 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen in zwei Etappen [...]
Die geplante Windkraft-Anlage bei Le Peuchapatte im Kanton Jura kann wohl bald gebaut werden. Das Kantonsgericht hat den Rekurs der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) abgelehnt. Das Gericht wertete das öffentliche Interesse an der Windkraft höher als die Beeinträchigung der Landschaft. (sb) Links zum Beitrag Basler Zeitung
Die Stadt Zürich will die CO 2-neutrale Stromproduktion aus Windkraft vorantreiben. Der Gemeinderat hat einen ersten Rahmenkredit von 20 Millionen Franken bewilligt. Mit dem Geld sollen Windenergieanlagen gebaut oder gekauft werden, denkbar sind aber auch Beteiligungen an Windkraftgesellschaften oder Lieferverträge für Energie aus Windkraftanlagen. (sb) Links zum Beitrag NZZ Online