„Ihr schwebt über dem Abgrund. . . .“ so beschrieb der Waadtländer Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz in seinem 1943 erschienen Fotoband „Wallis“ die spektakuläre Aussicht vom Rande der oberen Terrassen über das Land, das sich unter ihm auftat. Ramuz prägte mit seinem Werk massgebend die öffentliche Wahrnehmung und die Wertschätzung dieser Landschaftsform in der Schweiz.
Der Walliser alt Staatsrat Jean-René Fournier ist zu einer bedingten Strafe verurteilt worden, weil er 2006 den illegalen Abschuss eines Wolfs genehmigt hat. Der WWF hatte damals Strafanzeige eingereicht und bekommt jetzt vom Kantonsgericht Recht.
Im Verlaufe der letzten Wochen wurden von einem oder von mehreren Wölfen auf verschiedenen Oberwalliser Alpen insgesamt 80 Schafe gerissen. Die Walliser Regierung verzichtet jedoch auf die Erteilung einer Abschussbewilligung, da die anwendbaren Kriterien gemäss geltendem Recht und dem Konzept Wolf in verschiedenen Punkten nicht erfüllt sind.
Nach knapp vier Monaten im Horst ist am 14. Juni 2011 ein junger Bartgeier im Wallis ausgeflogen. Der wertvolle Jungvogel schlüpfte bereits im Februar im Val Derborence.
Heute feiert die Schweizerische Vogelwarte Sempach das zehnjährige Bestehen ihrer Aussenstelle im Wallis. Die Stelle wurde gegründet um die Vielfalt an seltenen und bedrohten Vogelarten im Wallis zu fördern. Dank der Zusammenarbeit mit Landwirten, Förstern, Winzern, kantonalen und kommunalen Behörden sowie Privatpersonen sind beachtliche Fortschritte zu vermelden.
In einem Interview mit “Beobachter Natur” verteidigt Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität im Bundesamt für Umwelt (Bafu), die Abschusspraxis des Kantons Wallis. Die Bewilligung zum Abschuss scheine ihm richtig und man könne zurzeit keinen Wolf gebrauchen, der sich auf Rinder spezialisiere. “Im betroffenen Gebiet im Mittelwallis weiden rund 2000 Rinder. Wir [...]
Im Wallis hat ein Wolf letzte Woche ein Rind gerissen. Bereits zwei Tage später wurde ein anderes Rind angegriffen, das aber mit Verletzungen davonkam.
In nur 20 Jahren ist der Ortolan zum seltensten Brutvogel der Schweiz geworden. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis an den südexponierten Felsensteppen von Leuk ein ambitiöses Massnahmenpaket zum Schutz dieser Vogelart lanciert.
Der Waldbrands von Leuk im Sommer 2003 hat die vielfältigen Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Natur aufgezeigt. Ein kürzlich erschienener Bericht enthält Dokumentationen des Brandes, der Sofortmassnahmen, Angaben zur räumlichen und zeitlichen Brandhäufigkeit, zu den Veränderungen der Standortsbedingungen, zum Verjüngungserfolg des Waldes und zur grossartigen Entwicklung der Biodiversität.
Der WWF und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) haben beim Staatsrat des Kantons Wallis eine Beschwerde gegen die Baubewilligung eingereicht, die die Aminona Luxury Resort and Village (ALRV)/Mirax für den Bau eines Hotelkomplexes mit 15 Gebäuden samt den entsprechenden Zufahrtsstrassen erhalten hat. Die Umweltschutzorganisationen befürchten ein Fiasko für Natur und Landschaft, aber auch für die Region insgesamt.