Mit einer internationalen Online-Notrufaktion will der WWF die Reform des brasilianischen Waldschutzgesetzes und damit die Zerstörung von 76,5 Millionen Hektar Wald verhindern. „Während die Welt auf dem Klimagipfel in Durban noch über die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Abholzung der Wälder diskutiert, droht in Brasilien ein neuer gewaltiger Kahlschlag, der das Weltklima mit bis zu 28 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich aufheizen würde“, sagt WWF-Waldreferent Roberto Maldonado. „Brasilien riskiert mit dem geplanten Gesetz Wald- und Klimaschutz.“ Deshalb ruft der WWF dazu auf, unter www.emergencycallbrasilien.de eine Protest-E-Mail direkt an die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff zu richten. Sie kann mit ihrem Einsatz die Rodung des Regenwaldes noch stoppen. Für den morgigen Dienstag ist eine erste Gesetzes-Abstimmung im Senat angekündigt.
Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt. Insgesamt sind dadurch 765.000 Quadratkilometer Wald in Brasilien massiv bedroht. Die Gesetzesinitiative hat das Ziel, die Rodungsauflagen für Grundbesitzer zu lockern und verspricht eine Amnestie für zurückliegende illegale Abholzungen.
Der Bundesrat hat heute einem Entwurf für eine Änderung des Waldgesetzes zugestimmt. Mit der Änderung soll die Pflicht zum Ersatz bei Waldrodungen im ganzen Land aufgeweicht werden. Pro Natura wertet diese Absicht als falsch. Der Entwurf macht nämlich keinen Unterschied zwischen Waldflächen im Berggebiet und im Mittelland.
Der Schweizer Wald gerät zunehmend unter Druck: Politiker und Bauern wollen den Schutz vor Rodungen aufheben und die Pflicht zur Wiederaufforstung aufweichen. Sie befinden sich damit auf dem Holzweg: Denn neun von zehn Schweizern befürworten einen umfassenden Schutz des Waldes.
Die Politik rüttelt mit dem Vorschlag zur Änderung des Waldgesetzes am Erfolgsmodell «Schweizer Waldpolitik». Pro Natura wehrt sich entschieden gegen eine Verkleinerung der Waldfläche im Mittelland.
Die Umweltkommission des Ständerats (UREK) hat die Vernehmlassung zu einer Änderung des Waldgesetzes eröffnet. Eine zu starke Ausdehnung des Waldes in ökologisch oder landwirtschaftlich wertvolle Gebiete soll gestoppt werden. Dies soll mit einer Lockerung des Rodungsverbot erzielt werden.
Der Wald muss heute vielen Ansprüchen genügen: Energiequelle, Erholungsgebiet, Objekt des Naturschutzes. Wie NZZ-Online berichet, stehen die Waldeigentümer vor widersprüchlichen Herausforderungen.
Der Umweltschützer Franz Weber hat die Initiative “Rettet den Schweizer Wald” am Freitag, 14. März zurückgezogen, nachdem nach dem Nationalrat auch der Ständerat nicht auf den Vorschlag des Bundesrates zur Revision des Waldgesetzes eingetreten ist. Damit ist die Waldgesetzrevision vom Tisch. (sb) Links zum Beitrag www.landwirtschaft.ch
Die Revision des Waldgesetzes ist Makulatur. Nach dem Nationalrat hat heute auch der Ständerat darauf verzichtet auf das revidierte Waldgesetz einzutreten. Das Parlament will also keine neuen gesetzlichen Bestimmungen für den Schweizer Wald. Damit stirbt auch die Volksinitiative «Rettet den Schweizer Wald», welche von Umweltschützer Franz Weber präventiv lanciert worden war, um die Gesetzesrevision zu [...]
Der Bundesrat spricht sich gegen die Volksinitiative “Rettet den Schweizer Wald“ aus, die von der Stiftung “Helvetia Nostra” von Franz Weber eingereicht worden war. Er beauftragt das UVEK, als indirekten Gegenentwurf die bereits begonnene Teilrevision des Waldgesetzes weiterzuführen und dem Bundesrat zuhanden des Parlaments Mitte März 2007 nochmals vorzulegen. Der Bundesrats-Vorschlag zur Teilrevision des Waldgesetzes [...]