Weltweit haben nur etwa 4 % aller Waldbrände natürliche Ursachen wie beispielsweise Blitzeinschlag. In allen anderen Fällen ist der Mensch – sei es direkt oder indirekt, sei es fahrlässig oder vorsätzlich – verantwortlich für den Brand. Das ist eines der Ergebnisse der aktualisierten Waldbrandstudie “Wälder in Flammen”, die der WWF Deutschland vorgelegt hat. Im Mittelmeerraum hat sich die durchschnittliche jährliche Waldbrandfläche seit den 1960er Jahren vervierfacht, so die Untersuchung. Die Auswirkungen der Waldbrände auf die weltweite Artenvielfalt sind gravierend: Sämtliche Ökoregionen, die für die Erhaltung der globalen Artenvielfalt entscheidend sind, sind auf 84 % ihrer Fläche durch Veränderungen in der Intensität und Häufigkeit von Feuern gefährdet.
Der am 26.April 2011 in Visp ausgebrochene Waldbrand betrifft, wie das Bundesamt für Umwelt BAFU mitteilt, hauptsächlich Schutzwald. Der Brand ist eine Folge der anhaltenden grossen Waldbrandgefahr in der Schweiz. Das BAFU rät darum weiterhin zu grösster Vorsicht im Umgang mit Feuer und zur strikten Einhaltung der kantonalen Feuerverbote.
Der Waldbrands von Leuk im Sommer 2003 hat die vielfältigen Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Natur aufgezeigt. Ein kürzlich erschienener Bericht enthält Dokumentationen des Brandes, der Sofortmassnahmen, Angaben zur räumlichen und zeitlichen Brandhäufigkeit, zu den Veränderungen der Standortsbedingungen, zum Verjüngungserfolg des Waldes und zur grossartigen Entwicklung der Biodiversität.
In Zukunft dürften die Sommer in der Schweiz aufgrund des Klimawandels wärmer und trockener als bisher werden. In niederschlagsarmen Regionen ist daher mit einer grösseren Waldbrandgefahr zu rechnen. In einer neuen Entscheidungshilfe fassen Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL die Folgen des Brandes von Leuk vom August 2003 auf Boden, Erosion, Tiere und Pflanzen zusammen und leiten Massnahmen im Hinblick auf zukünftige Brandereignisse ab.
Infolge mangelnder Niederschläge ist es in den vergangenen Tagen und Wochen an mehreren Orten sowohl in der Südschweiz als auch auf der Alpennordseite zu teils verheerenden Waldbränden gekommen. Oberhalb von Ronco TI wurden 200 Hektaren Wald zerstört, darunter ein wichtiger Schutzwald, der bereits vor zehn Jahren gebrannt hatte und erst wieder aufgeforstet worden war. Auch [...]
Ein Jahr nach dem verheerenden Waldbrand oberhalb von Leuk im Jahr 2003 wurde eine Vegetationsaufnahme aus dem Jahre 1996 wiederholt. Die ursprüngliche Vegetation – Eichen-, Föhren-, Fichten- und Lärchenwälder – verbrannte auf einer Fläche von 310 Hektaren. Bereits ein Jahr nach dem Brand haben überraschend viele Pflanzenarten das Gebiet wieder besiedelt. Links zum Beitrag Forum [...]