Am 12. Mai 2011 vergibt die Sophie und Karl Binding Stiftung zum 25. Mal den mit 200‘000 Franken dotierten Binding Waldpreis, den höchstdotierten Umweltpreis der Schweiz. Jedes Jahr wird der Preis an Waldeigentümer, die ihren Wald besonders nachhaltig und innovativ bewirtschaften.
Schweizer Plenterwälder gelten im In- und Ausland als beispielhaft für die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Im Emmental werden einige von ihnen seit 1905 von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL erforscht. Anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums der WSL wird Bilanz gezogen: Die Ergebnisse aus der langfristigen Waldwachstumsforschung helfen der Forstpraxis, die Wälder optimal zu bewirtschaften.
Wie aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen, gelingt es der Schweizer Waldwirtschaft und Waldpolitik, die Nutzung des Waldes und die Förderung der Biodiversität in Einklang zu bringen.
Der Wald muss heute vielen Ansprüchen genügen: Energiequelle, Erholungsgebiet, Objekt des Naturschutzes. Wie NZZ-Online berichet, stehen die Waldeigentümer vor widersprüchlichen Herausforderungen.
Die Kantone kümmern sich zu wenig um den Naturschutz im Wald. Dies zeigt eine neue WWF-Studie zur Waldbewirtschaftung. Nur gerade die beiden Basel und der Kanton Aargau kümmern sich vorbildlich um ihren Wald.
Eine verstärkte Holznutzung und die Förderung der Biodiversität müssen sich nicht ausschliessen. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Werden gewisse Rahmenbedingungen eingehalten, fördert eine stärkere Holznutzung sogar die Artenvielfalt im Wald. Um die Artenvielfalt im Wald steht es – verglichen mit dem Kulturland – relativ gut. Bei den Vögeln sind nur wenige typische [...]