<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Naturschutz.ch &#187; Tierschutz</title>
	<atom:link href="http://naturschutz.ch/tag/tierschutz/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://naturschutz.ch</link>
	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 09:37:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Zum Schutz der Tierversuchslabore</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/zum-schutz-der-tierversuchslabore-eingeschrankte-transparenz/44458</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/zum-schutz-der-tierversuchslabore-eingeschrankte-transparenz/44458#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 12:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalratskommission]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Tierversuch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44458</guid>
		<description><![CDATA[Die Wissenschaftskommission des Nationalrats (WBK-N) hat sich gegen die vollständige Transparenz bei Tierversuchen ausgesprochen, um Forscher und Forschungsinstitutionen zu schützen. In den anderen Punkten folgt die Nationalratskommission grösstenteils den Beschlüssen des Ständerates und beantragt einstimmig die Annahme des revidierten Tierschutzgesetzes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/The_happy_couple.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44459" title="The_happy_couple" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/The_happy_couple-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Wissenschaftskommission des Nationalrats (WBK-N) hat sich gegen die vollständige Transparenz bei Tierversuchen ausgesprochen, um Forscher und Forschungsinstitutionen zu schützen.</p>
<p>Mit einer Revision des Tierschutzgesetzes will der Bundesrat unter anderem die Transparenz bei Tierversuchen verbessern. Die WBK befürchtet Nachteile für Firmen und Personen, die an den Experimenten beteiligt sind und hat sich gegen vollständige Transparenz bei Tierversuchen ausgesprochen.  Sie schlägt folgenden Zusatzartikel vor:  Der Bundesrat soll bei der Regelung der Einzelheiten „die überwiegenden schutzwürdigen privaten oder öffentlichen Interessen beachten“. Rückschlüsse auf Firmen, Forscher, Forschungsanlagen und Forschungsvorhaben sollen vermieden und der Schutz von Menschen, Anlagen und Geschäftsgeheimnissen nicht tangiert werden.</p>
<p><strong>Mehr Transparenz notwendig</strong></p>
<p>Bereits im Ständerat war die Detaillierungsgrad der Informationen über Tierversuche umstritten. Um Forschungsinstitute und Forscher zu schützen, u.a. vor Tierversuchsgegnern, war die vorberatende Kommission gegen den Vorschlag des Bundesrats, nach Beendigung eines Tierversuchs auch den Titel und das Fachgebiet des Versuchs zu veröffentlichen. Die Mehrheit des Ständerats erachtete eine verbesserte und transparentere Information im Bereich der Tierversuche jedoch als notwendig. Sie hielt an der Version des Bundesrats fest, nach Abschluss eines Tierversuchs neben dem Versuchszweck, der Anzahl eingesetzter Tiere und dem Schweregrad der Belastung auch das Fachgebiet des Versuchs und dessen Titel zu veröffentlichen.</p>
<p><strong>Verbot des Handels mit Hunde- und Katzenfellen und gesetzliches Verbot von Schlachttiertransporten</strong></p>
<p>In den anderen Punkten folgt die Nationalratskommission grösstenteils den Beschlüssen des Ständerates und beantragt einstimmig die Annahme des revidierten Tierschutzgesetzes. Unter anderem sieht diese Revision eine Erweiterung des Handelsverbots mit Katzen- und  Hundefellen vor: Nicht nur die Einfuhr, sondern jeglicher Handel mit Hunde- und Katzenfellen soll verboten werden.</p>
<p>Keine Einigkeit herrscht weiterhin bezüglich des gesetzlichen Verbots von Schlachttiertransporten. Die Nationalratskommission beantragt erneut, die heute auf Verordnungsstufe festgelegte Regelung für die Durchfuhr von Schlachttieren im Tierschutzgesetz zu verankern. Sie befürchtet, dass die EU auf die Aufhebung des Verbots drängen könnte, wenn es lediglich auf Verordnungsebene geregelt ist.</p>
<p><a title="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/20/Schweiz/Mehr-Tierschutz-aber-weniger-Transparenz" href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/01/20/Schweiz/Mehr-Tierschutz-aber-weniger-Transparenz" target="_blank">Tagesschau &#8211; Schweizer Fernsehen</a></p>
<p><a title="http://www.parlament.ch/d/mm/2012/seiten/mm-wbk-n-2012-01-20.aspx" href="http://www.parlament.ch/d/mm/2012/seiten/mm-wbk-n-2012-01-20.aspx" target="_blank">Wissenschaftskommission des Nationalrats (WBK-N)</a></p>
<p>Bild: Jannes Pockele from Ekeren, Belgium (Wikimedia Commons)</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/zum-schutz-der-tierversuchslabore-eingeschrankte-transparenz/44458/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mehr Tierschutz auf der Jagd: Petition eingereicht</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/mehr-tierschutz-auf-der-jagd/44362</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/mehr-tierschutz-auf-der-jagd/44362#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuela Just</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagd und Fischerei]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[STS-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutzgesetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=44362</guid>
		<description><![CDATA[Der Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) stellt Nutzungsansprüche der Jägerschaft in den Vordergrund, anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10'000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rotwild_h25p1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-44364" title="800px-Rotwild_h25p" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Rotwild_h25p1-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a>Der Schweizer Tierschutz STS ist enttäuscht vom Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) vom Bundesamt für Umwelt BAFU. Anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen und unnötiges Tierleid bei der Jagd zu verhindern, stehen die Nutzungsansprüche der Jägerschaft im Vordergrund und tierquälerische Jagdpraktiken sollen weiterhin erlaubt sein, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10&#8217;000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.</p>
<p>Die Petition fordert deutliche Nachbesserungen im Revisionsentwurf, insbesondere die Aufnahme eines allgemeinen Tierschutzartikels, eine minimale Schonzeit für alle Wildtiere sowie das landesweite Verbot der Baujagd. Gemäss STS basiert das Jagdgesetz auf einem veralteten Naturverständnis, welches die Wildtiere in schädlich und nützlich einteilt. Das natürliche Jagdverhalten z.B. von Luchs oder Wolf wird als „Schaden“ definiert und die geschützten Tiere als „Schädlinge“ diskreditiert, deren Bestand reguliert werden kann, wenn sie nach Ansicht der Jäger zu viel Beute machen.</p>
<p>Wird der Revisionsentwurf in der vorliegenden Form umgesetzt, sind die Wildtiere die grossen Verlierer dieser Revision.</p>
<p><a title="http://www.tierschutz.com/jagdpetition/" href="http://www.tierschutz.com/jagdpetition/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p>Bild: Hilberts 25. Problem (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/mehr-tierschutz-auf-der-jagd/44362/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Öko(B)log: Delfine im Connyland, Affen im Zoo</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/der-okoblog-delfine-im-connyland-affen-im-zoo/42386</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/der-okoblog-delfine-im-connyland-affen-im-zoo/42386#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 15:37:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Oekolog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Der Öko(B)log]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Conny-Land]]></category>
		<category><![CDATA[Connyland]]></category>
		<category><![CDATA[Delfine]]></category>
		<category><![CDATA[Delphine]]></category>
		<category><![CDATA[Tierhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Zoo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=42386</guid>
		<description><![CDATA[Delfine haben ein Problem: Egal ob sie leiden, dauergestresst oder glücklich sind – immer sehen die intelligenten Meeressäuger aus, als ob sie freundlich lachten. Das ist es auch, was den Besuchern des Freizeitparks Connyland an den Delfinen so gefällt: Immer scheinen die Tiere fröhlich und aufgestellt. Und wenn die Tiere freiwillig in die Luft springen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/news/fluss-delfine-sterben-aus/20683 /attachment/586104_bottlenose_dolphin_2" rel="attachment wp-att-20684"><img class="alignleft size-full wp-image-20684" title="delfin" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/586104_bottlenose_dolphin_2.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Delfine haben ein Problem: Egal ob sie leiden, dauergestresst oder glücklich sind – immer sehen die intelligenten Meeressäuger aus, als ob sie freundlich lachten. Das ist es auch, was den Besuchern des Freizeitparks Connyland an den Delfinen so gefällt: Immer scheinen die Tiere fröhlich und aufgestellt. Und wenn die Tiere freiwillig in die Luft springen und Kunststücke vollführen, muss es ihnen ja gut gehen. Nun sind aber im Connyland innerhalb von drei Jahren 7 Delfine gestorben, drei davon in den ersten Lebenswochen. Und der bis anhin kerngesunde &#8220;Shadow&#8221; verendete just nach einer Technoparty, die nur 50 Meter neben dem Delfinarium stattfand. Die vielen Todesfälle könnten normale Sterblichkeit sein, wie das Connyland behauptet. Sie könnten aber auch schiere Tierquälerei hindeuten, wie die BDP-Politikerin Brigitta Gadient und Organisationen wie Ocean Care glauben.</p>
<p>Wir sind keine Delfin-Spezialisten. Trotzdem wagen wir zu behaupten, dass eine wirklich artgerechte Haltung von Delfinen in kleinen Betonbecken nicht möglich ist. Ob die eingesperrten Tiere täglich leiden, wissen wir nicht. Aber sicher ist, dass wir ihnen bei ihren &#8220;fröhlichen&#8221; Sprüngen nicht zusehen wollen, weil uns dabei das Herz weh tut. Deshalb werden wir so lange nicht ins Connyland fahren, bis die Gassers auf die Haltung der Säuger verzichten. Und wenn es uns alle anderen gleich tun würden, wäre das Problem des einzigen Delfinariums der Schweiz wohl bald gelöst.</p>
<p>Nun müssen wir aber noch ein wenig weiterdenken. Denn das Connyland hat auch Seelöwen im Angebot, mit denen man sogar mitschwimmen kann. Warum mokiert sich niemand darüber, dass diese Meeressäuger ebenfalls in kleinen Betonbecken gehalten werden? Und was ist mit den Seelöwen im Kinderzoo Rapperswil? Was mit den Seehunden im extrem kleinen Becken im Zoo Zürich? Was mit den Pinguinen im Sealife Konstanz? Warum fordert niemand den Zoo Zürich auf, sofort die Haltung der Orang-Utans und Gorillas (sehr kleine Gehege) und der Nashörner und Flusspferde (dito) einzustellen? Daher unsere Frage: Fallen einige der Tierschützer bei den Delfinen vielleicht auf den gleichen Umstand hinein wie die Connyland-Besucher, indem sie  den dauerlächelnden  Tieren mehr Intelligenz und damit mehr Rechte zugestehen als den anderen, in ihren Augen weniger sympathischen Tieren? Müssten sie sich nicht mit dem gleichen Engagement für alle  Tiere einsetzen, egal ob sie lachen oder nicht? Egal ob sie als intelligent gelten oder nicht?</p>
<p>Mit dieser Frage wollen wir die Tierhaltung im Connyland keinesfalls schönreden. Delfine in kleinen Betonbecken &#8211; das geht  nicht. Nur haben wir längst auch aufgehört, die Seelöwen im Kinderzoo und die Affen und Nashörner im alten Teil des Zürcher Zoos zu besuchen. Weil uns die intelligenten Tiere in ihren alten, kleinen Gehegen ebenso leid tun wie die Delfine in Lipperswil.</p>
<p><strong>Nachtrag: Am Sonntag, den 13.11.2011 ist nochmals ein Delfin gestorben. Hinweise deuten inzwischen darauf, dass Shadow und dieses achte Tier vergiftet worden sein könnten.<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/der-okoblog-delfine-im-connyland-affen-im-zoo/42386/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grossverteiler verzichten auf Skandalgeflügel</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/coop-und-denner-verkaufen-kein-geflugel-der-skandalfirma-wiesenhof-mehr/40797</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/coop-und-denner-verkaufen-kein-geflugel-der-skandalfirma-wiesenhof-mehr/40797#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 13:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Coop]]></category>
		<category><![CDATA[Geflügelfarm]]></category>
		<category><![CDATA[Huhn]]></category>
		<category><![CDATA[Hühner]]></category>
		<category><![CDATA[Hühnerfarm]]></category>
		<category><![CDATA[Poulet]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenhof]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=40797</guid>
		<description><![CDATA[Coop verzichtet bis auf Weiteres auf sämtliche Geflügelprodukte der deutschen Skandalfirma Wiesenhof. Damit reagiert Coop laut einer Medienmitteilung auf die jüngsten Medienberichte über mutmassliche Verletzungen der Tierschutzrichtlinien bei Wiesenhof. Von Wiesenhof wurde ein Massnahmenplan zur Verbesserung der Situation verlangt. Ob in Zukunft wieder mit Wiesenhof zusammen gearbeitet werden kann, hänge von der Umsetzung der Massnahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/news/coop-und-denner-verkaufen-kein-geflugel-der-skandalfirma-wiesenhof-mehr/40797 /attachment/wiesenhof_ard" rel="attachment wp-att-40799"><img class="alignleft size-full wp-image-40799" title="wiesenhof_ard" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/wiesenhof_ard.png" alt="" width="348" height="210" /></a>Coop verzichtet bis auf Weiteres auf sämtliche Geflügelprodukte der deutschen Skandalfirma Wiesenhof. Damit reagiert Coop laut einer Medienmitteilung auf die jüngsten Medienberichte über mutmassliche Verletzungen der Tierschutzrichtlinien bei Wiesenhof. Von Wiesenhof wurde ein Massnahmenplan zur Verbesserung der Situation verlangt. Ob in Zukunft wieder mit Wiesenhof zusammen gearbeitet werden kann, hänge von der Umsetzung der Massnahmen und deren Wirkung ab.</p>
<p>Coop sei vom Filmmaterial, welches die ARD unlängst veröffentlicht hat, sehr betroffen, schreibt das Unternehmen. Man bedauere zutiefst, dass es anscheinend zu diesen Vorfällen gekommen sei und verurteile diese Missstände aufs Schärfste. Aufgrund der erhobenen Vorwürfe gegen Wiesenhof hat Coop als erste Massnahme unverzüglich einen Belieferungsstopp für Truthahn ausgelöst ‒ die Ware in den Regalen wurde ausverkauft. Nach eingehender Prüfung der eingeleiteten Massnahmen wird nun der Belieferungsstopp mit sofortiger Wirkung auf das gesamte Sortiment von Wiesenhof ausgeweitet. Wiesenhof hat Coop gegenüber Sofortmassnahmen zugesichert.</p>
<p>Auch Denner verkauft laut BeobachterNatur Online «bis zur Klärung der offenen Fragen» keine Wiesenhof-Produkte mehr. Die Migros hat nach einem entsprechenden Bericht des Kassensturzes ebenfalls nachgezogen. Aldi sieht hingegen überhaupt keinen Handlungsbedarf.</p>
<p>In der von der ARD gezeigten Reportage sieht man, wie lebendige Tiere zu Zehntausenden in dunklen Ställen leben müssen. Sie stehen und sitzen dabei auf ihrem eigenen, stark ätzenden Kot zwischen toten Artgenossen und werden von den Mitarbeitern brutal herumgeworfen. Das Team filmte auch eine Mülltonne mit tausenden toten Tieren und förderte viele weitere Missstände zutage.</p>
<p>Allerdings ist Wiesenhof wohl kein Einzelfall. Die praktizierte Massenhaltung ist überall gang und gäbe, auch in der Schweiz, obwohl hier die Ställe von Gesetzes wegen kleiner sind. Rund die Hälfte des in der Schweiz verkauften Geflügelfleischs stammt aus dem Ausland, vor allem aus Brasilien und der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/nEFLedPu7ng" frameborder="0" width="560" height="345"></iframe></p>
<p><a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8068044">ARD Mediathek  </a></p>
<p><a href="http://www.beobachter.ch/natur/flora-fauna/arten-tierschutz/artikel/18488/">BeobachterNatur Online</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/coop-und-denner-verkaufen-kein-geflugel-der-skandalfirma-wiesenhof-mehr/40797/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Import-Güggeli: Gequält und ausgenutzt</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/import-guggeli-gequalt-und-ausgenutzt/40413</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/import-guggeli-gequalt-und-ausgenutzt/40413#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 07:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Haiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Geflügel]]></category>
		<category><![CDATA[Import]]></category>
		<category><![CDATA[Konsument]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=40413</guid>
		<description><![CDATA[In der am 31. August ausgestrahlten "ARD-exclusiv"-Dokumentation "Das System Wiesenhof" werden massive Tierschutz- und Hygienevorwürfe gegen die deutsche Wiesenhof Gruppe erhoben. Wie Recherchen des Schweizer Tierschutz STS ergaben, beliefert Wiesenhof auch den Schweizer Geflügelmarkt. Zu den Abnehmern gehören beispielsweise Aldi, Coop, Denner und Migros. Die Schweiz importiert jährlich über 45 Millionen Kilogramm Geflügelfleisch, vornehmlich aus Brasilien und der EU. Der STS geht davon aus, dass das Gros der ausländischen Herkünfte hiesige Standards nicht einhält. Er fordert die Konsumenten auf, auf Importgeflügel zu verzichten und stattdessen auf Schweizer Geflügelfleisch, zu setzen. Zur Sensibilisierung will der STS im nächsten Jahr eine landesweite Informationskampagne starten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Florida_chicken_house.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-38818" title="Bodenhaltung Huhn" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Florida_chicken_house-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a>In der am 31. August ausgestrahlten &#8220;ARD-exclusiv&#8221;- Dokumentation &#8220;Das System Wiesenhof&#8221; werden massive Tierschutz- und Hygienevorwürfe gegen die deutsche Wiesenhof Gruppe erhoben. Wie Recherchen des Schweizer Tierschutz STS ergaben, beliefert Wiesenhof auch den Schweizer Geflügelmarkt. Zu den Abnehmern gehören beispielsweise Aldi, Coop, Denner und Migros. Die Schweiz importiert jährlich über 45 Millionen Kilogramm Geflügelfleisch, vornehmlich aus Brasilien und der EU. Der STS geht davon aus, dass das Gros der ausländischen Herkünfte hiesige Standards nicht einhält. Er fordert die Konsumenten auf, auf Importgeflügel zu verzichten und stattdessen auf Schweizer Geflügelfleisch zu setzen.</p>
<p>Die Hühner- und Trutenmast boomt weltweit. Innert dreissig Jahren hat sie sich verfünffacht. Dies, weil gegenüber dem Konsum von Geflügelfleisch keinerlei religiöse Tabus herrschen und die Erzeugung wie bei keiner anderen Tierart extrem rationalisiert und technisiert wurde. Musste man früher ein Huhn drei Monate bis zur Schlachtreife mästen, schaffen dies moderne Hochzuchtrassen in 40 Tagen. Zudem hat die Zucht dafür gesorgt, dass diese vor allem das gewünschte Brust- und Schenkelfleisch liefern. Musste man noch um 1950 für Geflügelfleisch am tiefsten ins Portemonnaie greifen, ist es heute das billigste Fleisch.</p>
<p>Importgüggeli sind billig, die Gewinnmarge für die Importeure interessant. Darüber lässt sich leicht verdrängen, dass mit diesen Tieren zumeist weit herzloser und schonungsloser umgegangen wird als mit Sachen. Auch dass die Billigimporte einheimische, bäuerliche und tierfreundliche Geflügelhalter immer stärker und unfair konkurrenzieren, scheint die Importeure kaum zu kümmern. Deshalb sind die Konsumentinnen und Konsumenten gefordert. Der STS ruft sie zum Verzicht auf importiertes Geflügelfleisch auf, das nicht den Schweizer Anforderungen entspricht. Stattdessen sollen die Konsumierenden sowohl im Laden wie auch im Restaurant auf Schweizer Geflügel, am besten aus Freilandhaltung, bestehen. Im kommenden Jahr wird der STS eine landesweite Informationskampagne zum Thema starten.</p>
<p><a href="http://www.tierschutz.com/" target="_blank">Weitere Informationen</a> (Schweizer Tierschutz STS)</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/import-guggeli-gequalt-und-ausgenutzt/40413/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Petition: Mehr Tierschutz auf der Jagd</title>
		<link>http://naturschutz.ch/aktion/petition-mehr-tierschutz-auf-der-jagd/39050</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/aktion/petition-mehr-tierschutz-auf-der-jagd/39050#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 12:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Pfefferli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Petitionen und Initiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=39050</guid>
		<description><![CDATA[Der Entwurf zur neuen Jagdverordnung (JSV), erarbeitet vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), könnte genauso gut von rückwärtsgewandten Jägerkreisen verfasst worden sein. Wird die «Revision» wie vorgesehen umgesetzt, wird der tierschützerisch problematische Status quo wieder für Jahrzehnte zementiert und ein ökologisch sinnvolles und tierethisch vertretbares Management der jagdbaren Tierarten verhindert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-35876" title="Luchs" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Luchs1.jpg" alt="Luchs" width="174" height="176" />Der Entwurf zur neuen Jagdverordnung<a href="http://naturschutz.ch/news/jagdverordnung-tierschutz-zu-wenig-beachtet/37898" target="_blank"> (naturschutz.ch berichtete)</a>, erarbeitet vom Bundesamt für Umwelt, könnte genauso gut von rückwärtsgewandten Jägerkreisen verfasst worden sein. Wird die &#8220;Revision&#8221; wie vorgesehen umgesetzt, wird der tierschützerisch problematische Status quo wieder für Jahrzehnte zementiert und ein ökologisch sinnvolles und tierethisch vertretbares Management der jagdbaren Tierarten verhindert.</p>
<p>Der vorliegende Entwurf beruht auf einem veralteten Naturverständnis. Er teilt Tiere aus einer rein jagdlichen und landwirtschaftlichen Optik in &#8220;nützliche&#8221; und &#8220;schädliche&#8221; Arten ein. Für den Jäger wird implizit ein &#8220;Anrecht auf Beute&#8221; bzw. für den Kanton ein Anrecht auf finanzielle Erträge aus der Jagd postuliert, indem der Begriff des &#8220;Wildschadens&#8221; auf von Raubtieren gejagtes Wild ausgeweitet wird: Sollten Raubtiere innerhalb der natürlichen Nahrungskette die Jagderträge mindern, soll dies künftig als Grund zur Bejagung geschützter Arten wie des Wolfs ausreichend sein! Offenbar haben sich die Interessen einzelner Nutzergruppen (Jägern, Bauern) &#8211; und nicht ökologische und tierschützerische Fakten oder das Interesse der Allgemeinheit &#8211; durchgesetzt. So soll auch die tierquälerische Baujagd weiterhin erlaubt bleiben, und Jäger sollen bei der Nutzung des Waldes weiterhin gegenüber allen anderen Nutzergruppen privilegiert bleiben. Auch die eigentlich selbstverständliche Pflicht, dass, wer mit Schusswaffen umgeht, seine Treffsicherheit jährlich üben und beweisen muss, wurde den Jägern – ganz im Gegensatz zu Armeeangehörigen – im Entwurf zur neuen JSV nicht zugemutet.</p>
<p>Unterschreiben auch Sie, die vom  Schweizer Tierschutz STS lancierte Petition &#8220;Mehr Tierschutz auf der Jagd&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.tierschutz.com/jagdpetition/" target="_self">Weitere Informationen und Petition unterschreiben</a></p>
<p><a href="http://www.tierschutz.com/" target="_blank">Schweizer Tierschutz STS</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/aktion/petition-mehr-tierschutz-auf-der-jagd/39050/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verliert die Schweiz ihren Vorsprung im Tierschutz?</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/verliert-die-schweiz-ihren-vorsprung-im-tierschutz/38817</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/verliert-die-schweiz-ihren-vorsprung-im-tierschutz/38817#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 07:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Haiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Mastbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=38817</guid>
		<description><![CDATA[Als erstes Land der Welt hatte die Schweiz ab dem 1. Januar 1992 die konventionelle Käfig- bzw. Batteriehaltung verboten. Die Tierhaltung wurde dadurch etwas verbessert, insbesondere auch, indem den Tieren etwas mehr Platz gewährt wurde. Doch das Ausland hat aufgeholt. Die konventionelle Käfighaltung ist seit 2005 in Österreich, seit 2008 in Deutschland und ab dem 1. Januar 2012 in der Europäischen Union verboten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Florida_chicken_house.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-38818" title="Bodenhaltung Huhn" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/Florida_chicken_house-300x204.jpg" alt="Bodenhaltung Huhn" width="180" height="122" /></a>Als erstes Land der Welt hatte die Schweiz ab dem 1. Januar 1992 die konventionelle Käfig- bzw. Batteriehaltung verboten. Die Tierhaltung wurde dadurch etwas verbessert, insbesondere auch, indem den Tieren etwas mehr Platz gewährt wurde. Doch das Ausland hat aufgeholt. Die konventionelle Käfighaltung ist seit 2005 in Österreich, seit 2008 in Deutschland und ab dem 1. Januar 2012 in der Europäischen Union verboten.</p>
<p>In der Schweiz leben die meisten Hühner in Bodenhaltung ohne Auslauf. Die aktuelle maximale Besatzdichte in der Schweiz ist bei 30 kg/m2. Dies entspricht somit bei Masthähnchen 15 bis 38 Tieren pro m2. Nun wird aus Effizienzgründen die noch intensivere Tierhaltung getestet. 2010 wurde in der Schweiz in Tierversuchen in vier luzernischen Mastbetrieben eine Besatzdichte von 39 kg/m2 (Angleichung an EU) getestet, was gegenüber heute einer über 30% höheren Anzahl von Tieren auf der gleichen Fläche entspricht.</p>
<p>Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, sieht hier einen doppelten Skandal: &#8220;Erstens muss die Frage gestellt werden, weshalb diese Tierversuche überhaupt bewilligt wurden. Tierversuche sollen doch angeblich der Gesundheit der Menschen dienen. Bei diesen Versuchen jedoch geht es rein um Optimierungen der Massentierhaltung auf Kosten der Tiere. Zweitens, wenn – was zu erwarten ist – sich die für Tiere nochmals massiv schlechtere Haltung in der Schweiz durchsetzt, dann hat die Schweiz ihren mühsam erkämpften Vorsprung im Tierschutz praktisch verloren. Denn dann haben es die Schweizer Hühner nicht mehr besser als die im europäischen Ausland. Das ist ein Betrug an allen tierliebenden Schweizern.&#8221;</p>
<p>Während sich also die Situation für die Hühner in der EU geringfügig verbessert, verschlechtert sich diese voraussichtlich in der Schweiz. Die dadurch entstehenden gesundheitlichen Probleme der Tiere wird man nur mit noch mehr Pharmaka lösen können. Auch das wissenschaftliche EU-Gremium für Tiergesundheit und Tierschutz (AHAW) hat festgestellt, &#8220;dass es bei über 30 kg/m2 (d.h. bei mehr als 15 Hähnchen/m2) selbst bei optimaler Klimatisierung zu einer starken Zunahme gravierender Probleme kommt&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.agstg.ch/medienmitteilung-vom-21-juli-2011-plant-die-schweiz-die-heimliche-wiedereinfuhrung-des-tierschutzstandards-der-kafighaltung.html" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
<p><a href="http://www.agstg.ch/" target="_blank">Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner AG STG</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/verliert-die-schweiz-ihren-vorsprung-im-tierschutz/38817/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tierhaltung in Schweizer Zirkussen</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/tierhaltung-in-schweizer-zirkussen/38308</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/tierhaltung-in-schweizer-zirkussen/38308#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 08:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Haiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Tierhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Tiernummer]]></category>
		<category><![CDATA[Zirkus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=38308</guid>
		<description><![CDATA[Zum vierten Mal seit 2008 veröffentlicht der Schweizer Tierschutz STS einen Bericht über die Tierhaltung derjenigen Schweizer Zirkusse, die Tiere mitführen und im Programm auftreten lassen. 2011 besuchte ein Team aus Zoologen und Veterinären des STS die sechs Schweizer Zirkusse: Knie, Nock, Gasser-Olympia, Royal, Harlekin und Stey. Bewertet wird einerseits die Tierhaltung während der Tournee, andererseits der Umgang mit den Tieren in der Vorführung. Einige Unternehmen haben bereits einen hohen Standard der Tierhaltung erreicht oder verbessern sich kontinuierlich, andere verstossen aber immer noch gegen die Haltevorschriften der Tierschutzverordnung oder setzen ihre tierischen Artisten unzumutbarem Stress in der Manege aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Loewendressur_im_Zirkus.JPG"><img class="alignnone size-medium wp-image-38309" title="800px-Loewendressur_im_Zirkus" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/800px-Loewendressur_im_Zirkus-300x130.jpg" alt="800px-Loewendressur_im_Zirkus" width="300" height="130" /></a>Zum vierten Mal seit 2008 veröffentlicht der Schweizer Tierschutz STS         einen Bericht über die Tierhaltung derjenigen Schweizer Zirkusse, die Tiere mitführen         und im Programm auftreten lassen. 2011 besuchte ein Team aus Zoologen und Veterinären des STS die sechs Schweizer Zirkusse: Knie, Nock, Gasser-Olympia, Royal, Harlekin und Stey. Bewertet wird einerseits die Tierhaltung während der         Tournee, andererseits der Umgang mit den Tieren in der Vorführung. Einige Unternehmen         haben bereits einen hohen Standard der Tierhaltung erreicht oder verbessern sich         kontinuierlich, andere verstossen aber immer noch gegen die Haltevorschriften der         Tierschutzverordnung oder setzen ihre tierischen Artisten unzumutbarem Stress in der         Manege aus.</p>
<p>Einmal mehr ist der Zirkus Knie eine Klasse für sich. Die Tierhaltung auf der Tournee         entspricht einer modernen Zootierhaltung mit meist mehr als nur tierschutzkonformer         Gehegegrösse und -struktur, Gruppenzusammensetzung und Beschäftigung. Die Tiere stammen         allesamt aus dem betriebseigenen Zoo Rapperswil, sind gesund und können sich bei Bedarf         in ihren Gehegen vor neugierigen Zuschauern zurückziehen. Pferde werden grundsätzlich         auf die Weide gelassen. Wildtier-Gehege sind mit Informationstafeln zu Art und Lebensweise         ausgestattet. Die Präsentation der Tiere während der Vorführungen geschieht auf eine         rücksichtsvolle, stressarme Art und Weise. Auf das Engagement ausländischer Tiernummern         wurde 2011 verzichtet.</p>
<p>Bei anderen Zirkussen besteht hingegen noch deutlicher Besserungsbedarf. So macht zum         Beispiel der Zirkus Royal noch immer zu oft von der Ausnahmebewilligung gemäss         Tierschutzverordnung Gebrauch, wonach Zirkusse deren Minimalstandards nicht an jedem         Gastspielort erfüllen müssen. Die Nandus des Zirkus Royal wurden bei den mehrmaligen         Besuchen der STS-Expertinnen in sehr kleinen Gehegen und teils ohne Einstreu auf nacktem         Asphalt gehalten. Der Zirkus Stey hält Zwergziegen auf knapp 10 m² ohne Schatten,         Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Bei         mehreren Zirkussen fehlten artgemässe Beschäftigungsmöglichkeiten. Ausgesprochene Gruppen- und Lauftiere wie Pferde werden         teilweise noch immer einzeln gehalten oder haben keinen oder nur selten Weidegang. Bei Stey wurden die Zwergziegen         und ein Pony physisch dazu gezwungen, Übungen in der Manege zu absolvieren, denen sie         nicht gewachsen sind, obschon sie eindeutiges Angst- und Abwehrverhalten zeigten. Grosse         Fragezeichen müssen hinter Herkunft und Ausbildung mancher Tiere gesetzt werden. Fraglich         ist auch das Engagement ausländischer Tiernummern, da diese Tiere oft nicht gemäss         schweizerischen Tierschutzstandards gehalten und ausgebildet werden.</p>
<p><a href="http://www.tierschutz.com/" target="_blank">Weitere Informationen</a> (Schweizer Tierschutz STS)</p>
<p>Bild: Usien (Wikimedia Commons)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/tierhaltung-in-schweizer-zirkussen/38308/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jagdverordnung: Tierschutz zu wenig beachtet</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/jagdverordnung-tierschutz-zu-wenig-beachtet/37898</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/jagdverordnung-tierschutz-zu-wenig-beachtet/37898#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 15:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dominique Haiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Grossraubtierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Herdenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdverordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=37898</guid>
		<description><![CDATA[Viele Tier- und Naturschutzorganisationen sind enttäuscht über die revidierte Jagdverordnung. Der Schweizer Tierschutz STS kritisiert, dass die Anliegen des Tierschutzes, trotz mehrfacher Gespräche mit dem Bundesrat und dem BAFU, nicht berücksichtigt wurden und fordert Nachbesserungen. Auch die Gruppe Wolf Schweiz setzt sich mit zwei Stellungnahmen zur Jagdverordnung und der Agrarpolitik 2014-2017 dafür ein, dass der Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz nicht gelockert und die Voraussetzungen für den Herdenschutz verbessert werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/991793_howl.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-21919" title="wolf geheul mond" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/991793_howl.jpg" alt="wolf geheul mond" width="180" height="172" /></a>Viele Tier- und Naturschutzorganisationen sind enttäuscht über die revidierte Jagdverordnung (<a href="http://naturschutz.ch/news/revision-der-jagdverordnung/36722" target="_blank">naturschutz.ch berichtete</a>). Der Schweizer Tierschutz STS kritisiert, dass die Anliegen des Tierschutzes, trotz mehrfacher Gespräche mit dem Bundesrat und dem BAFU, nicht berücksichtigt wurden und fordert Nachbesserungen. Auch die Gruppe Wolf Schweiz GWS setzt sich mit zwei Stellungnahmen zur Jagdverordnung und der Agrarpolitik 2014-2017 dafür ein, dass der Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz nicht gelockert und die Voraussetzungen für den Herdenschutz verbessert werden.</p>
<p>Mit seinem Entwurf für eine &#8220;Revision der eidgenössischen Verordnung über die Jagd         und den Schutz wildlebender Tiere&#8221; (JSV) hat es der Bundesrat verpasst, ein         fortschrittliches und tierschutzkonformes Jagdgesetz zu schaffen. Obwohl der Schweizer         Tierschutz STS mehrfach Gespräche mit dem Bundesrat und dem Bundesamt für Umwelt         geführt hat, blieben die Anliegen des Tierschutzes in der Vorlage weitgehend         unberücksichtigt.</p>
<p>Der Bundesrat hat es versäumt, einen Tierschutzartikel in die JSV aufzunehmen. Statt         schonendere Jagdformen zu fördern, will er die tierquälerische Baujagd weiterhin         erlauben. Ausserdem sind bestimmte Tierarten weiterhin ganzjährig zur Jagd         freigeben. Die         Bejagung selbst während der Fortpflanzungszeiten ist aber mit tierschützerischen Prinzipien         nicht vereinbar. Laut Bundesrat soll es auch legal bleiben, Tiere zu züchten, um sie zur Bejagung         auszusetzen. Eine künstliche Aufstockung von Beständen, nur um die Tiere anschliessend         bejagen zu können, ist aus tierschützerischer Sicht vollkommen absurd.</p>
<p>Am meisten Grund zur Skepsis an der revidierten Jagdverordnung liefert aber die neue Bestimmung, die es den Kantonen         erlauben soll, streng geschützte Tiere, wie z.B. den Wolf, abschiessen zu können. Mit         dieser Regelung werden kantonale Finanzinteressen über den Schutz bedrohter Tierarten         gestellt. Eine derartige Güterabwägung ist komplett verfehlt und wird von der         überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung nicht geteilt. Diese versteht die Jagd nicht als         Einnahmequelle der Kantone, sondern als Regulierung und Schutzmassnahme für die Wildtiere         selber.</p>
<p>Die Gruppe Wolf Schweiz hat sich schon im Vorfeld mit einer von 25&#8217;000 Personen unterzeichneten Petition (<a href="http://naturschutz.ch/news/flora-fauna/25000-unterschriften-fur-den-wolf/32778" target="_blank">naturschutz.ch berichtete</a>) dafür eingesetzt, dass der Schutz des Wolfes in der Schweiz nicht gelockert werden darf. Die GWS spricht sich jetzt in einer Stellungnahme erneut entschieden gegen die in der Revision der Jagdverordnung vorgesehene &#8220;Regulation&#8221; des Wolfes aus. In einer weiteren Stellungnahme zur Agrarpolitik 2014-2017 fordert die GWS ausserdem, dass die Sömmerungsbeträge in Zukunft nur noch an Umtriebsweiden und ständige Behirtungen bezahlt  werden, nicht mehr an Standweiden mit freiem Weidegang. Damit soll die  Schafalpung ökologisiert und die Voraussetzungen für den Herdenschutz  verbessert werden.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass diese Forderungen beim Bundesrat Gehör finden und dem Tierschutz auf der         Jagd endlich der gebührenden Stellenwert zukommt.</p>
<p><a href="http://www.tierschutz.com/" target="_blank">Weitere Informationen</a> (Schweizer Tierschutz STS)</p>
<p><a href="http://www.gruppe-wolf.ch/index.php?page=2&amp;item=93" target="_blank">Stellungnahmen Gruppe Wolf Schweiz GWS</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/jagdverordnung-tierschutz-zu-wenig-beachtet/37898/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tierschutz, Vegetarismus und Massentierhaltung</title>
		<link>http://naturschutz.ch/news/landwirtschaft/tierschutz-vegetarismus-und-massentierhaltung/34748</link>
		<comments>http://naturschutz.ch/news/landwirtschaft/tierschutz-vegetarismus-und-massentierhaltung/34748#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 20:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>naturschutz.ch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Massentierhaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Veganer]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarier]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://naturschutz.ch/?p=34748</guid>
		<description><![CDATA[Ein Beitrag von Dr. Hansuli Huber, Geschäftsführer Fachbereich, Schweizer Tierschutz STS Die aktuellen Bücher des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Foers und der deutschen Schriftstellerin Karen Duve über Massentierhaltung, Fleischverzehr und Vegetarismus werden auch hierzulande rege diskutiert. Die beiden Autoren knöpfen sich den fehlenden Tierschutz und den übermässigen Fleischkonsum in den USA und der EU vor, sodass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-34749" title="huehnerfarm" src="http://naturschutz.ch/wp-content/uploads/huehnerfarm.png" alt="huehnerfarm" width="315" height="210" />Ein Beitrag von Dr. Hansuli Huber, Geschäftsführer Fachbereich, Schweizer Tierschutz STS</strong></p>
<p>Die aktuellen Bücher des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Foers und der deutschen Schriftstellerin Karen Duve über Massentierhaltung, Fleischverzehr und Vegetarismus werden auch hierzulande rege diskutiert. Die beiden Autoren knöpfen sich den fehlenden Tierschutz und den übermässigen Fleischkonsum in den USA und der EU vor, sodass es falsch wäre, das Gesagte 1:1 auf Schweizer Verhältnisse zu übertragen.</p>
<p>Noch vor einem Vierteljahrhundert waren in der Schweiz Käfigbatterien für Hühner, Kastenstände für Sauen, ständige Anbindehaltung, betäubungsloses Kastrieren, Schwänze und Schnäbel coupieren oder bei Ferkeln die Zähne herausbrechen gang und gäbe. Mittlerweile sind diese Scheusslichkeiten glücklicherweise verschwunden, während sie in der EU und den USA legal sind. Auch das betäubungslose Töten (Schächten) ist in der Schweiz, im Unterschied zur EU und den USA, verboten, ebenso wie Massentierhaltungen mit zehn- und hunderttausenden von Rindern, Schweinen oder Hühnern.</p>
<p><strong>Tierschützerische Fortschritte</strong></p>
<p>Im Vergleich zur EU und zur Nutztierhaltung ausserhalb Europas konnten in der Schweiz dank Verbesserungen im Tierschutzgesetz, staatlicher Förderung von besonders tierfreundlichen Haltungsformen und sensibilisierten Konsumenten wesentliche Fortschritte zugunsten der Tiere erzielt werden. Wer sich genau über die Unterschiede informieren will, kann die aktuelle Broschüre des Schweizer Tierschutz STS „Freihandel und Tierschutz – Ein Vergleich Schweiz-EU“ bestellen oder auf www.tierschutz.com direkt nachlesen.</p>
<p><strong>Nutztierhaltung: Ethisch fragwürdig?</strong></p>
<p>Trotzdem: Die von Foers und Duve ausgelöste Debatte soll in der Schweiz geführt werden. Denn es stellt sich auch hier die Frage, ob Vegetarismus die Lösung für den Tierschutz und ob Nutztierhaltung per se ethisch fragwürdig ist. Die Klimadebatte prangert zudem die Schweizer Tierhaltung generell an, unabhängig ob die Tiere artgemäss oder tierschutzwidrig aufgezogen werden. Auch in unserem Land harren noch viele Tierschutzprobleme einer Lösung und durch die Hochleistungszucht und den zunehmenden Kostendruck auf die Bauern kommen neue dazu. Viele Fragen also, über die sich unsere Gesellschaft unterhalten sollte, da sie noch relevant sein werden, wenn die Bücher von Duve und Foers keine mediale Resonanz mehr auslösen.</p>
<p><strong>Schweiz importiert (zu)viel Fleisch</strong></p>
<p>In der Schweiz ging der Fleischkonsum vom Höchstwert mit 72 kg/Kopf Mitte der 1980er Jahre auf heute 51 kg/Kopf (Proviande, 2009) zurück und liegt damit etwa auf der Höhe mit China (53 kg), das allerdings wie die meisten anderen Staaten gerade eine gegenläufige Entwicklung beim Fleischverbrauch durchmacht. Zum Vergleich: Durchschnitt der Industrieländer: 82 kg, D: 88 kg, USA: 123 kg. Im Vergleich aber zum Weltdurchschnitt (42 kg) oder dem Konsum in Entwicklungsländern (31 kg) erscheint der Schweizer Fleischverbrauch noch immer hoch. Das hat weniger mit einem Zuviel an Nutztieren hierzulande zu tun, sondern dass viel zu viel tierische Produkte – alleine 110&#8217;000 t Fleisch oder umgerechnet 15 kg/Kopf! – vor allem für den Gastrokanal und die Billigangebote der Detaillisten und Discounter importiert werden; aus Tierfabriken, von Qualtransporten und Haltungsbedingungen, die in der Schweiz verboten sind.</p>
<p><strong>Vegetarismus ist eine Lösung</strong></p>
<p>Ist nun angesichts dieser Tatsachen der von Foers und Duve propagierte Vegetarismus die Lösung für das Tierschutzproblem? Unbestreitbar handelt es sich beim Vegetarismus und noch mehr beim Veganismus um einen individuellen und ethischen Entscheid, der stets auch das Tierleid und dessen Minimierung vor Augen hat und allerhöchsten Respekt verdient. Es stellt sich darüber hinaus aber die Frage, ob Vegetarismus/Veganismus die ethisch einzig mögliche Massnahme zur Verminderung des Tierleides darstellt oder ob auch andere Tierschutz-Strategien zielführend oder gar ergänzend notwendig sind.</p>
<p>Ein Indiz für letzteres stellt die Tatsache dar, dass Tierschutz und Vegetarismus verschiedene Wurzeln haben und traditionell zumeist in verschiedenen Organisationen mit nicht immer deckungsgleichen Zielsetzungen und Zwecken organisiert sind. Praktizierende Vegetarier und Veganer vermindern sozusagen die Gesamtsumme des mit der Nutzung der Tiere verbundenen Leides, indem weniger Tiere genutzt, artwidrig gehalten und brutal transportiert und getötet werden. Ein Mensch, der 80 Jahre lang Vegetarier ist, verhindert durch seine konsequente Haltung beim gegenwärtigen Schweizer Durchschnittskonsum den Tod und das wahrscheinliche Leid von gegen gesamthaft 1&#8217;000 Masthühnern, Rindern, Kälbern und Schweinen.</p>
<p><strong>Weniger Fleisch essen</strong></p>
<p>Rein quantitativ lässt sich dieselbe Wirkung auch dadurch erzielen, dass Menschen sich entschliessen, weniger Fleisch zu essen. Wenn 3 Mio. Schweizer auf zwei Fleischmahlzeiten pro Woche verzichten würden, ergäbe das betreffend Reduktion der gehaltenen und getöteten Nutztiere die gleiche Wirkung, wie wenn 900&#8217;000 Schweizer Vegetarier würden. Beide Strategien, Vegetarismus oder Reduktion des Fleischkonsums, sind aus der Optik einer tierschützerischen Realpolitik also wirksam, wobei es erfahrungsgemäss einfacher und erfolgversprechender ist, Menschen zur Reduktion statt zum Verzicht zu bewegen. Der erhebliche Rückgang des Fleischkonsums in der Schweiz in den letzten 25 Jahren dürfte denn auch stärker darauf beruhen, dass Menschen weniger Fleisch essen als dass sie gänzlich darauf verzichten. Das heisst nicht, dass dieser Befund auch zukünftig gelten muss, scheint der Vegetarieranteil heute doch gerade unter jungen Menschen überdurchschnittlich zu sein, während die Kriegs-/Grosselterngeneration, bei denen der Fleischkonsum mit der wirtschaftlichen Entwicklung anstieg und mehrheitlich positiv gedeutet wurde, immer weniger zum Gesamtkonsum beitragen wird.</p>
<p>Doch auch wenn es Vegetariervereinigungen und Tierschutzorganisationen gelingen sollte, den Vegetarieranteil zu erhöhen, werden in der Schweiz Schlachthöfe nicht abgeschafft. Dies auch wegen der Vegetarier selber, die zwar kein Fleisch essen, aber Eier und Milchprodukte konsumieren. Bei einem Durchschnittskonsum von rund 180 Eiern pro Kopf und Jahr wird ein Vegetarier nach 80 Lebensjahren 50 Hochleistungs-Legehennen genutzt haben und, da in der Natur nur Männchen und Weibchen geboren werden, damit zusätzlich für den Tod von 50 männlichen Eintagsküken Verantwortung tragen. Da auch eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie jedes Jahr wieder ein Kälbchen kriegt und nur jedes zweite Baby ein Weibchen ist, das man zur Milchkuh heranziehen kann, müssen bei einer vegetarischen Lebensweise ebenfalls männliche Kälber gemästet und getötet werden. Wegen dieser ethisch-tierschützerischen Zusammenhänge erscheint es zulässig, die Tierschutzstrategien „Vegetarismus“ und „Reduktion Fleischkonsum“ nebeneinander zu setzen.</p>
<p><strong>Tierschutz ist mehr als Vegetarismus</strong></p>
<p>Der Vegetarismus und der Veganismus bringen aber keine befriedigende Lösung auf die drängende Frage, was das Schicksal der Millionen an Nutztieren angeht, die jetzt und mit grösster Wahrscheinlichkeit auch noch in fünf oder zehn Jahren geboren, aufgezogen und schlussendlich geschlachtet werden. Ein Tierschützer will und muss sich auch um die real existierenden Tiere kümmern. Er hat einen absolut pragmatischen Ansatz vor Augen, mit dem Ziel, jetzt und in Zukunft lebenden Tieren zu helfen. So notwendig es ist, sich als Tierschützer auch mit möglichen Konzepten, wie der Abschaffung der Nutztierhaltung zu beschäftigen – dazu sollte übrigens nicht nur die Haltung von Rind, Schwein, Huhn &amp; Co gezählt werden, sondern auch die (Aus)Nutzung von Versuchs-, Wild- und leider auch Heimtieren – und sich gegen den übermässigen Konsum von tierischen Produkten zu stellen: Es wäre eine Sünde wieder die Schöpfung, Tieren Hilfe und Schutz zu verweigern und zuzulassen, dass sie mit Käfigbatterien, Kastenständen, Qualtransporten und mit betäubungsloser Kastration und Tötung (Schächten) traktiert werden! Denn letztendlich ist für ein geborenes Tier möglicherweise weniger die Tatsache, dass es am Ende seines Lebens getötet wird – sofern dies rasch und schonend unter Betäubung geschieht –das Schlimme sondern ein nicht wirklich gelebtes Leben voller Schmerz und Leid. Genau das wird Nutztieren weltweit und systematisch in Massentierhaltungen zugefügt.</p>
<p>Zum Glück gab und gibt es Menschen, welche vor solchen Zuständen nicht die Augen verschliessen oder nur darüber wettern, sondern versuchen, das Los der Tiere zu erleichtern. Denn die Tiere können ja nichts dafür, dass sie in „Obhut“ des Menschen leben und leiden müssen. Jedes Tier, das geboren wird, hat es verdient, dass man ihm beisteht und wenigstens für bessere Haltungsbedingungen und Pflege, schonendere Transporte und eine sichere, rasche Betäubung/Tötung kämpft.</p>
<p><strong>Wichtige Rolle der Konsumenten</strong></p>
<p>Von besonderer Bedeutung ist dabei das Einkaufsverhalten der Konsumenten. Sensibilisierte Verbraucher und tierschutzinteressierte Lebensmittel-Detaillisten haben es in der Schweiz</p>
<p>ermöglicht, dass über die Mindestnormen der Tierschutzgesetzgebung hinaus heute 80 % der Kühe und 75 % der Hühner praktisch täglichen Weidegang und 2/3 der Schweine Auslauf ins Freie haben und dass, anstelle von Massentierhaltung wie im Ausland, hierzulande eine zumeist bäuerlich geprägte Tierhaltung bestehen blieb. Mit ihrer Nachfrage nach Produkten von Tieren aus Auslauf- und Freilandhaltung haben sie einen wertvollen Beitrag für den praktischen Tierschutz geleistet. Damit konnte die Qualität des individuellen Tierlebens gesteigert und hunderttausenden von Tieren wenigstens ein stückweit ihre Würde zurückgegeben werden.</p>
<p><strong>Massentierhaltung rationalisiert weltweit Kleinbauern weg</strong></p>
<p>Der, abgesehen von der Schweiz, weltweit zunehmende Fleischkonsum wird hauptsächlich durch eine industrielle Tierproduktion in Massentierhaltung und ohne Berücksichtung des Tierwohles befriedigt. Die EU (Regionen mit intensiver Tierproduktion sind etwa Nordwest-Deutschland, NL, B, DK, Bretagne und Po-Ebene) und die USA, mittlerweile aber auch Brasilien und andere Staaten, forcieren den Fleisch-Export, insbesondere Schweinefleisch und zunehmend Poulets, da deren Verzehr weltweit auf keine religiösen Vorbehalte trifft.</p>
<p>Diese Tiermast wird von Agrarkonzernen dominiert. Tierschutz, Ökologie und Klimaprobleme spielen dabei keine Rolle. Ziel ist einzig das Erzeugen von möglichst viel und billigem Fleisch. Die kleinen und mittleren Bauern und bäuerliche Tierhaltungsformen mit Weidewirtschaft werden in der EU, der USA und Brasilien wegrationalisiert. Billigexporte dieser Staaten gefährden aber auch die noch bäuerlich geprägte Tierhaltung in der Schweiz und sie bringen weltweit hunderttausende von Kleinbauern in Entwicklungs- und Schwellenländern um Arbeit und Verdienst. Diese Länder werden so in der Nahrungsmittelversorgung immer abhängiger von den Agrarkonzernen und den -märkten. Dies umso mehr, weil der Nahrungsmittelbedarf weiter ansteigt, die verfügbare Fläche an landwirtschaftlich nutzbarem Land durch falsche und rein auf Kunstdünger basierende Bewirtschaftung aber eher zurückgeht.</p>
<p><strong>Klimakiller Massentierhaltung</strong></p>
<p>Die Klimarelevanz der industriellen Tierproduktion, die auf Massentierhaltung setzt, ist unbestritten. Ebenso bekannt ist die Tatsache, dass beim Umbruch von Weideland zu Äckern – ob nun zur menschlichen Ernährung oder zur Futtermittelproduktion – und einem nicht naturnahen Pflanzenbau auf der Basis von synthetischen (Stickstoff-) Düngern grosse Mengen am klimarelevanten CO2  und Lachgas in die Atmosphäre entweichen. Deshalb ist die zunehmende Ausdehnung der Ackerflächen auf ungeeigneten Standorten zur industriellen Futtermittelproduktion für Tierfabriken extrem klimarelevant.</p>
<p><strong>Bäuerliche Tierhaltung klimaschonend</strong></p>
<p>Es ist aber klar zu unterscheiden zwischen einer industriellen Tierproduktion und einer bäuerlichen Tierhaltung, die in erster Linie auf rauhfutterverzehrende Tiere, wie Kühe, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde setzt und ohne erhebliche Mengen an Kraftfutter auskommt. Solche naturnahen Weide-Tierhaltungsformen auf dem Grünland, das weltweit 70 % des landwirtschaftlich nutzbaren Landes umfasst, sind eben gerade nicht klimarelevant sondern sorgen dafür, dass vermehrt CO2 im Humus des Bodens gespeichert wird. Wiederkäuer auf der Weide sind keine Nahrungsmittelkonkurrenten der Menschen, da sie Weiden/Dauergrünland, das meist nicht ackerfähig ist, nutzen und aus diesen Gräsern und Kräutern, die der Mensch nicht verdauen kann, Milch und Fleisch erzeugen. Dieses abgestimmte über jahrtausende entwickelte Zusammenwirken von Boden, Weidepflanzen und Nutztieren ist eine der grössten kulturellen Leistungen der Menschheit, in der mit der Schlüssel liegt für einen sorgsamen Umgang mit unserem Klima. Eine bäuerliche Tierhaltung und ein naturnahe Bewirtschaft (Bio- und IP-Betriebe) können deshalb Teil der Klima-Lösung sein.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://naturschutz.ch/news/landwirtschaft/tierschutz-vegetarismus-und-massentierhaltung/34748/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 1/25 queries in 0.313 seconds using disk: basic

Served from: naturschutz.ch @ 2012-02-08 10:37:38 -->
