Die Wissenschaftskommission des Nationalrats (WBK-N) hat sich gegen die vollständige Transparenz bei Tierversuchen ausgesprochen, um Forscher und Forschungsinstitutionen zu schützen. In den anderen Punkten folgt die Nationalratskommission grösstenteils den Beschlüssen des Ständerates und beantragt einstimmig die Annahme des revidierten Tierschutzgesetzes.
Der Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) stellt Nutzungsansprüche der Jägerschaft in den Vordergrund, anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10’000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.
Delfine haben ein Problem: Egal ob sie leiden, dauergestresst oder glücklich sind – immer sehen die intelligenten Meeressäuger aus, als ob sie freundlich lachten. Das ist es auch, was den Besuchern des Freizeitparks Connyland an den Delfinen so gefällt: Immer scheinen die Tiere fröhlich und aufgestellt. Und wenn die Tiere freiwillig in die Luft springen [...]
Coop verzichtet bis auf Weiteres auf sämtliche Geflügelprodukte der deutschen Skandalfirma Wiesenhof. Damit reagiert Coop laut einer Medienmitteilung auf die jüngsten Medienberichte über mutmassliche Verletzungen der Tierschutzrichtlinien bei Wiesenhof. Von Wiesenhof wurde ein Massnahmenplan zur Verbesserung der Situation verlangt. Ob in Zukunft wieder mit Wiesenhof zusammen gearbeitet werden kann, hänge von der Umsetzung der Massnahmen [...]
In der am 31. August ausgestrahlten “ARD-exclusiv”-Dokumentation “Das System Wiesenhof” werden massive Tierschutz- und Hygienevorwürfe gegen die deutsche Wiesenhof Gruppe erhoben. Wie Recherchen des Schweizer Tierschutz STS ergaben, beliefert Wiesenhof auch den Schweizer Geflügelmarkt. Zu den Abnehmern gehören beispielsweise Aldi, Coop, Denner und Migros. Die Schweiz importiert jährlich über 45 Millionen Kilogramm Geflügelfleisch, vornehmlich aus Brasilien und der EU. Der STS geht davon aus, dass das Gros der ausländischen Herkünfte hiesige Standards nicht einhält. Er fordert die Konsumenten auf, auf Importgeflügel zu verzichten und stattdessen auf Schweizer Geflügelfleisch, zu setzen. Zur Sensibilisierung will der STS im nächsten Jahr eine landesweite Informationskampagne starten.
Der Entwurf zur neuen Jagdverordnung (JSV), erarbeitet vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), könnte genauso gut von rückwärtsgewandten Jägerkreisen verfasst worden sein. Wird die «Revision» wie vorgesehen umgesetzt, wird der tierschützerisch problematische Status quo wieder für Jahrzehnte zementiert und ein ökologisch sinnvolles und tierethisch vertretbares Management der jagdbaren Tierarten verhindert.
Als erstes Land der Welt hatte die Schweiz ab dem 1. Januar 1992 die konventionelle Käfig- bzw. Batteriehaltung verboten. Die Tierhaltung wurde dadurch etwas verbessert, insbesondere auch, indem den Tieren etwas mehr Platz gewährt wurde. Doch das Ausland hat aufgeholt. Die konventionelle Käfighaltung ist seit 2005 in Österreich, seit 2008 in Deutschland und ab dem 1. Januar 2012 in der Europäischen Union verboten.
Zum vierten Mal seit 2008 veröffentlicht der Schweizer Tierschutz STS einen Bericht über die Tierhaltung derjenigen Schweizer Zirkusse, die Tiere mitführen und im Programm auftreten lassen. 2011 besuchte ein Team aus Zoologen und Veterinären des STS die sechs Schweizer Zirkusse: Knie, Nock, Gasser-Olympia, Royal, Harlekin und Stey. Bewertet wird einerseits die Tierhaltung während der Tournee, andererseits der Umgang mit den Tieren in der Vorführung. Einige Unternehmen haben bereits einen hohen Standard der Tierhaltung erreicht oder verbessern sich kontinuierlich, andere verstossen aber immer noch gegen die Haltevorschriften der Tierschutzverordnung oder setzen ihre tierischen Artisten unzumutbarem Stress in der Manege aus.
Viele Tier- und Naturschutzorganisationen sind enttäuscht über die revidierte Jagdverordnung. Der Schweizer Tierschutz STS kritisiert, dass die Anliegen des Tierschutzes, trotz mehrfacher Gespräche mit dem Bundesrat und dem BAFU, nicht berücksichtigt wurden und fordert Nachbesserungen. Auch die Gruppe Wolf Schweiz setzt sich mit zwei Stellungnahmen zur Jagdverordnung und der Agrarpolitik 2014-2017 dafür ein, dass der Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz nicht gelockert und die Voraussetzungen für den Herdenschutz verbessert werden.
Ein Beitrag von Dr. Hansuli Huber, Geschäftsführer Fachbereich, Schweizer Tierschutz STS Die aktuellen Bücher des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Foers und der deutschen Schriftstellerin Karen Duve über Massentierhaltung, Fleischverzehr und Vegetarismus werden auch hierzulande rege diskutiert. Die beiden Autoren knöpfen sich den fehlenden Tierschutz und den übermässigen Fleischkonsum in den USA und der EU vor, sodass [...]