Aus alten Archivdaten und Befragungen von Zeitzeugen konnte die Vogelwarte Sempach die Situation der Schweizer Vogelwelt um 1950 rekonstruieren. Die Resultate präsentiert sie nun in einem Historischen Brutvogelatlas. Das Werk dokumentiert die teils dramatischen Veränderungen in der Vogelwelt in den letzten sechs Jahrzehnten. Insbesondere Vogelarten der Feuchtgebiete und des Kulturlands waren um 1950 noch weit verbreitet. Sie erlitten bis heute die grössten Einbussen.
Erstmals liegt auf EU-Ebene ein Überblick zum Problem des Bienenrückgangs vor. Da auch andere Bestäuber wie Wildbienen und Schwebfliegen im Rückgang begriffen sind, bestehe eine potentielle Gefahr für Bestäuberdienstleistungen, von denen viele Feldfrüchte abhängig sind, so der internationale Bienenforschungsverband IBRA. Die Zusammenstellung gibt einen ersten Überblick über die Situation in Europa.
Wie steht es um die Schmetterlings- und Heuschreckendiversität in landwirtschaftlich genutzten Graslandökosystemen des Schweizer Berggebietes? Ein Vergleich von historischen mit neu erhobenen Daten in Grindelwald (BE) und im Tujetsch (GR) hat gezeigt, dass die Artenzahlen dieser Insekten in Wiesen und Weiden immer noch sehr hoch sind. Schmetterlinge haben aber während der letzten zwei bis drei [...]
Die Klimaerwärmung beeinflusst die Tier- und Pflanzenwelt bereits heute. Eine umfassende Studie bietet erstmals eine Übersicht über die Auswirkungen der menschlich verursachten Klimaerwärmung in allen terrestrischen und aquatischen Ökosystemen der Erde. (sm) Links zum Beitrag IBS
Für die Erhaltung gefährdeter Wildbienenarten ist die Kenntnis ihres quantitativen Pollenbedarfs sehr wichtig. Eine Studie zeigt, dass der Blütenbedarf der Wildbienen sehr hoch ist. Dieser hohe Blütenbedarf dürfte ein wesentlicher Faktor für den Rückgang zahlreicher Wildbienenarten in Mitteleuropa während der letzten Jahrzehnte sein. (sm) Links zum Beitrag IBS
Die rückläufige Entwicklung der Felchenbestände im Brienzersee sind gemäss einer neuen Studie das Resultat einer natürlichen Nährstoffarmut. Eine gezielte Erhöhung der Nährstoffzufuhr auf Kosten des Umweltschutzes kommt für Bund und Kanton aber nicht in Frage. (sm)