Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat sich das UNO-Jahr der Biodiversität zu Herzen genommen und einen Vorschlag für die Revision der Saat- und Pflanzgutverordnung ausgearbeitet, die nicht etwa beliebte Kartoffelsorten und andere Ackerfrüchte verbieten will, wie das in einer früheren Fassung der Fall war, sondern einen mutigen Schritt in Richtung Vielfalt macht.
ProSpecieRara und Partner reichen Kampagne mit 10’000 Unterschriften ein
Seit 2006 kämpft ProSpecieRara für das Überleben der seltenen Kupferhalsziegen. Durch intensive Recherchen nach den letzten verbliebenen Tieren und Dank eines gut angelaufenen Erhaltungszuchtprojekts stieg der Gesamtbestand von anfänglich 15 bekannten Tieren bis heute wieder auf 60 Tiere an. Noch immer muss die Kupferhalsziege aber als extrem gefährdet eingestuft werden.
Die Pläne zur Wiederansiedlung der Freiburgerkuh müssen begraben werden. Die letztes Jahr im chilenischen Punta Arenas entdeckten Tiere gehören nicht der 1975 ausgestorbenen Rasse an. Die kleinen, muskulösen, weiss-schwarzen Kühe waren vom Freiburger Hobby-Ahnenforscher Roger Pasquier entdeckt worden. Er hatte im südchilenischen Punta Arenas nach Spuren der 143 freiburgischen Familien geforscht, die zwischen 1875 und [...]
Die Stiftung ProSpecieRara sieht viele alte Gemüsesorten in der Schweiz von einem Verbot bedroht. Grund dafür ist die Saat- und Pflanzgutverordnung. Das Bundesamt habe ProSpecieRara das Inverkehrbringen von fünf Kartoffelsorten verwehrt, teilte die Stiftung nach ihrem Setzlingsmarkt in Wildegg AG mit. Werde die Verordnung auch bei weiterem Gemüse umgesetzt, drohe gut der Hälfte der auf [...]
Die einst beinahe ausgestorbene und immer noch sehr seltene Graue Bergziege (Capra grigia) ist vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW offiziell anerkannt worden. Hinter dem in Bern überreichten Zertifikat stehen jahrelange Bemühungen der Stiftung ProSpecieRara zur Rettung der im Misox und im Calancatal heimischen Grauen Bergziege.