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	<title>Naturschutz.ch &#187; NATUR Kongress</title>
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	<description>Das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz</description>
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		<title>Fazit des NATUR Kongress</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 13:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gavino Strebel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[NATUR Kongress]]></category>

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		<description><![CDATA[In Basel forderten über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 5. Nationalen NATUR Kongresses Bundesrat und Parlament auf, eine griffige Biodiversitätspolitik für die Schweiz zu beschliessen und umzusetzen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../wp-content/uploads/naturmesse1.jpg"><img title="naturmesse" src="../wp-content/uploads/naturmesse1.jpg" alt="naturmesse" width="200" height="200" /></a>Über 700 Fachleute aus Verbänden, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Bildung trafen sich zum 5. Nationalen NATUR Kongress in Basel. Der Jahreskongress für Natur und Nachhaltigkeit widmete sich zum Auftakt des Internationalen UNO-Jahres der Biodiversität dem Thema „Biodiversität – unsere Zukunft“.</p>
<p>Die Anwesenden drückten die Erwartung aus, dass die in Ausarbeitung begriffene Biodiversitätsstrategie Schweiz konkrete Ziele und griffige Massnahmen festlegt und die Mittel zu deren Umsetzung definiert. Diese müssen der Bedeutung der Biodiversitätserhaltung angemessen ausfallen. Die Biodiversität (Vielfalt der Lebensräume, Arten und Gene) ist für die Menschen von existentieller Bedeutung. Die gesamte Wirtschaft – von der Land- und Forstwirtschaft über Jagd und Fischerei, die produzierende Wirtschaft (z.B. Chemie, Lebensmittel) bis hin zum Tourismus – profitiert von der Artenvielfalt, intakten Landschaften und Ökosystemen. Abgesehen vom Nutzen der Biodiversität für den Menschen, hat dieser auch ein ethisches und kulturelles Interesse an deren Erhaltung. Weltweit nimmt die Biodiversität in dramatischem Ausmass ab, aber auch in der Schweiz reichen die bisherigen Anstrengungen nicht aus, um den Verlust an wertvollen Lebensräumen und an Beständen bedrohter Tier- und Pflanzenarten zu stoppen. Das Internationale Jahr der Biodiversität soll deshalb eine Trendwende einleiten. Dieses zentrale Fazit zog Claude Martin, der Präsident des breit abgestützten NATUR Beirats, zum Abschluss des 5. Schweizerischen NATUR Jahreskongresses im Musical Theater Basel. Der wiederum ausgebuchte Kongress, setzte folgende fünf Prioritäten:</p>
<p><strong>1.</strong> Das Internationale Jahr der Biodiversität muss genutzt werden, um das Bewusstsein von Bevölkerung, Wirtschaft und Politik über die zentrale Rolle der Biodiversität in unserem täglichen Leben zu verbessern. Insbesondere gilt es zu zeigen, wo der dringendste Handlungsbedarf liegt, und mit welchen Mitteln die Defizite der Schweiz bei der Sicherung und Förderung der Biodiversität behoben werden sollen.<br />
<strong>2.</strong> Die Biodiversität muss in der Bildung und Beratung einen hohen Stellenwert erhalten. Ausreichendes Grundwissen zur biologischen Vielfalt, wie die Kenntnis von Tier- und Pflanzenarten und Lebensräumen, gibt erst die Fähigkeit, Entwicklungen und Konsequenzen des menschlichen Handelns auf die Biodiversität zu beurteilen. Dieses Wissen muss auf allen Schulstufen vermittelt werden, vom Kindergarten über die Primar- und Sekundarstufe bis zu den Mittel-, Berufs- und Hochschulen.<br />
<strong>3. </strong>Die durch den Bund in Ausarbeitung begriffene Biodiversitätsstrategie muss die Defizite aufgreifen, klare Ziele festlegen, Verantwortliche bezeichnen, Termine für die nötigen Massnahmen nennen und die zur Umsetzung nötigen Mittel fordern. Die aus den übergeordneten Zielen der Strategie abgeleiteten Aktionspläne müssen in konkrete Verbesserungen des ökologischen Ausgleichs im Kulturland münden (Qualität auf ausreichender Fläche), den naturnahen Waldbau sichern (zum Beispiel mit deutlicher Erhöhung des Totholzanteils), den Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung wirkungsvoll verbessern (Erhöhung des Mitteleinsatzes) prioritäre Tier- und Pflanzenarten mit Artenförderungsprogrammen gezielt unterstützen und die Natur im Siedlungsraum fördern.<br />
<strong>4.</strong> Die Sicherung und Förderung der Biodiversität kann im neuen Jahrzehnt nur gelingen, wenn alle Sektoren ihre Verantwortung wahrnehmen. Die öffentliche Hand (insbesondere mit der Siedlungs- und Infrastrukturplanung) ist genauso gefordert wie Wald- und Landwirtschaft, Wissenschaft und Bildung, der Tourismus, die übrige Wirtschaft und der weltweite Handel. Der ökonomische, ethische und kulturelle Wert der Biodiversität muss bereits in der Konzeptionsphase von Projekten mitberücksichtigt werden, um kaum mehr korrigierbare Schäden zum vornherein auszuschliessen.<br />
<strong>5. </strong>Neue Instrumente für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität sind nötig. Dazu gehören eine Prüfung der Auswirkungen jeglichen Handelns auf die Auswirkungen auf die Biodiversität – bei Gesetzen und Krediten ebenso wie bei neuen Produkten und Projekten – und eine Reihe von Leuchtturm-Projekten für die Förderung der Biodiversität im ganzen Land.</p>
<p>Waren sie nicht am NATUR Kongress? Hier können Sie <a href="http://www.natur.ch/kongress" target="_blank">Videos sämtlicher Referate und Diskussionen </a>anschauen.</p>
<p><a href="http://www.natur.ch/kongress" target="_blank">NATUR Kongress</a></p>
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