Die EU-Energie- und Umweltminister haben sich unter Beteiligung der EFTA-Staaten und der Beitrittskandidaten am Mitte Januar in Sevilla zu informellen Gesprächen getroffen. Die Schweizer Delegation stand unter der Leitung von Bundesrat Moritz Leuenberger. An den Treffen bestätigte er die von der Schweiz am UNO-Klimagipfel in Kopenhagen angekündigten CO2-Reduktionsziele sowie ihren Beitrag an die Anschubfinanzierung der EU zum Klimaschutz der Entwicklungsländer.
Bundesrat Moritz Leuenberger wird an den informellen Treffen der Energie- und Umweltminister der Europäischen Union teilnehmen, die vom 14. bis zum 17. Januar 2010 in Sevilla (Spanien) stattfinden. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Folgearbeiten zur Weltklimakonferenz von Kopenhagen vom Dezember 2010 sowie die Herausforderungen einer grünen Wirtschaft, die sich unter anderem an der Energieeffizienz orientiert.
Die dänische Polizei hat gestern die vier Greenpeace Aktivisten nach 20 Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Freilassung kam einen Tag vor der Verkündung der Anklage. Die vier müssen sich heute noch vor Gericht für den friedvollen Protest vom 17. Dezember verantworten
Die Resultate der Klimakonferenz von Kopenhagen dürfen als enttäuschend bezeichnet werden. Eine Gruppe von Staats- und Regierungschefs hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag auf einen Kompromiss geeinigt, der es den Staaten ermöglicht, Massnahmen zur Verringerung des Treibhausgasausstosses zu ergreifen und die noch offenen Punkte in den nächsten Monaten weiterzuverhandeln.
Die weltgrösste Schweizer Fahne wirbt an der Klimakonferenz in Kopenhagen für eine verantwortungsbewusste und solidarische Schweiz. Die mit über 10’000 Botschaften und Unterschriften versehene Flagge ist ein Zeichen der Solidarität der Schweizer Bevölkerung mit jenen Ländern, die am meisten unter dem Klimawandel zu leiden haben und für die es in den Klimaverhandlungen ums nackte Überleben geht.
Die Klimallianz, ein Zusammenschluss von 52 Organisationen, zu denen auch der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz gehört, hat im Vorfeld des Klimagipfels 15 Forderungen an die Schweizer Delegation gestellt.
Tausende werden mit Friends of the Earth International (FoEI) am Samstag, 12. Dezember 2009, als menschliche Flut («Flood for Climate Justice») durch Kopenhagen «schwappen». Mit dieser friedlichen Demonstration kämpft das weltweit grösste Netz von Umwelt- und Naturschutzorganisationen in Kopenhagen für mehr Klimagerechtigkeit und den Erhalt der Regenwälder als Klimapuffer.
Am 7. Dezember 2009 wurde in Kopenhagen die Weltklimakonferenz eröffnet. Die Schweizer Delegation hat ihre Arbeit in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen und Organen aufgenommen.
An der Klimakonferenz in Kopenhagen will sich die Schweiz für ein verbindliches und umfassendes Abkommen einsetzen, welches Industrie- und Schwellenländer in die Pflicht nimmt. Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, ihren eigenen Treibhausgasausstoss bis 2020 um 20 bis 30 Prozent zu senken.
Die Konzentration der Gase, die den Treibhauseffekt verursachen, hat 2008 ein Rekordniveau erreicht: Die Messungen für Kohlendioxid, Methan und Salpetergas stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent und übertrafen alle bis auf 1750 zurückreichenden Werte.