Die Uno-Klimakonferenz in Durban hat zählbare Resultate gebracht: eine zweite Verpflichtungsperiode zum Kyoto-Protokoll ist so gut wie beschlossen und bis spätestens 2015 soll ein neues weltweites Klimaschutzabkommen ausgearbeitet sein. Das ist wichtig, aber angesichts der Herausforderung zu wenig, so der WWF in der aktuellen Medienmitteilung.
Der Klimawandel setzt Lebewesen unter Stress. Sowohl der Wandel in den durchschnittlichen Lebensbedingungen, als auch die Zunahme an extremen Ereignissen wirken sich auf Organismen aus. Welchen Einfluss insbesondere Klimaextreme auf Seegräser haben, untersuchten Wissenschaftler der Universität Kiel und Münster.
In der Schweiz wurden 2009 1,5 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase ausgestossen als im Vorjahr. Berücksichtigt man die Senkenleistung des Waldes und den Kauf von Emissionszertifikaten, so liegt der Ausstoss von Treibhausgasen 2009 noch 0,6 Millionen Tonnen über dem Kyotoziel von 48,6 Millionen Tonnen.
Die Erwärmung der Alpengletscher schreitet noch schneller voran als bisher angenommen. Dies belegen die neusten Messresultate einer vom Departement für Geowissenschaften der Universität Freiburg geleiteten Langzeitstudie. Aufgrund der Forschungsergebnisse lassen sich weitreichende Folgen für Mensch und Natur skizzieren.
Zecken überleben warme Trockenperioden besser, wenn sie von bakteriellen Krankheitserregern befallen sind, als wenn sie keine Erreger in sich tragen. Deshalb könnten sich in Zukunft – in einem zusehends wärmeren Klima – die durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitsfälle mehren. Dies zeigen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende der Universität Neuenburg.
Die Hitzewelle über Osteuropa und Russland letzten Sommer war beispiellos, dies zeigt ein detaillierter Vergleich der Hitzesommer 2003 und 2010. Die internationale Studie mit Beteiligung der ETH Zürich ergab, dass die Sommertemperaturen in Europa noch nie in den letzten 500 Jahren so stark von der Norm abwichen.
Der Kastanienrindenkrebs, eine gefährliche Pilzkrankheit der Edelkastanie, wird in Europa durch die Infektion des Erregers mit einem Virus in Schach gehalten. Dass die Temperatur die Anfälligkeit eines Organismus auf Parasitbefall beeinflusst, ist schon länger bekannt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen nun auf, dass eine komplexe Wechselwirkung zwischen Parasit, Wirt und Temperatur besteht.
Untersuchungen an Tiefseekorallen belegen einschneidende Veränderungen der Meeresströmung im westlichen Nord-Atlantik seit den 1970er-Jahren. Der Einfluss des warmen Golfstroms nimmt kontinuierlich zu. Dieser mit der globalen Klimaerwärmung einhergehende Vorgang ist für die letzten 2000 Jahre einmalig.
69% der Menschen in der Schweiz verlangen, dass die Politik mehr tut gegen die Klimaerwärmung. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des WWF Schweiz. Eine Mehrheit wünscht sogar, dass die Schweiz zum klimafreundlichsten Land Europas wird. Das sind klare Signale an das Schweizer Parlament und an die Schweizer Delegation an der Uno-Klimakonferenz in Cancun.
Die Zukunft in der Schweiz sieht trocken aus: Gletscher werden wegen der Klimaerwärmung verschwinden und es wird weniger regnen. Die Hitzewellen und Trockenphasen des vergangenen Sommers sind Vorboten von dem, was Klimaforscher ab 2050 für die Schweiz erwarten. Das Wasser im Wasserschloss Schweiz droht knapp zu werden. Gefährdet sind vor allem Karstregionen im Jura sowie Flüsse, welche vom Schmelzwasser der Gletscher abhängen. Um Nutzungskonflikte vorzubeugen, ergründen Forscher die Wasserreserven der Schweiz.