Der Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) stellt Nutzungsansprüche der Jägerschaft in den Vordergrund, anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10’000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.
Obwohl sich die Walpopulationen noch immer nicht vom Walfang-Boom vergangener Jahre erholt haben, ist die japanische Walfangflotte am Dienstag wieder in See gestochen. Allein der Bestand antarktischer Blauwale ist nach WWF-Schätzungen von rund 230.000 Tiere auf wenige tausend Exemplare zusammengebrochen. Im Südpolarmeer sollen zu “pseudowissenschaftlichen Zwecken” (Medienmitteilung WWF) wieder Wale gejagt werden. “Wenn es auf der Welt einen Ort gibt, wo Wale unbedingt geschützt werden müssen, ist es das Südpolarmeer. Der Stopp jeglichen Walfangs in den Gewässern um die Antarktis ist ausschlaggebend für die Erholung der stark dezimierten Walpopulationen in der gesamten südlichen Hemisphäre”, so Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. Dies gehe, so der Experte, eindeutig aus einem WWF-Report hervor, der bereits im vergangenen Jahr auf der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission veröffentlicht worden war.
Viele Naturschützerinnen und -schützer haben ein ambivalentes Verhältnis zur Jagd: Einerseits ist ihnen bewusst, dass die Jagd in der Schweiz einigermassen nachhaltig geregelt ist und es dem geschossenen Wild immerhin besser ergangen ist als vielen Nutztieren. Andererseits können sie die Motivation der Jäger nicht nachvollziehen, Tiere abzuschiessen und daran Freude zu haben. Die Jäger ihrerseits [...]
Der Entwurf zur neuen Jagdverordnung (JSV), erarbeitet vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), könnte genauso gut von rückwärtsgewandten Jägerkreisen verfasst worden sein. Wird die «Revision» wie vorgesehen umgesetzt, wird der tierschützerisch problematische Status quo wieder für Jahrzehnte zementiert und ein ökologisch sinnvolles und tierethisch vertretbares Management der jagdbaren Tierarten verhindert.
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK hat am 18. April 2011 die Revision der Jagdverordnung in die Anhörung geschickt. Einerseits ist die Verankerung von Wildruhezonen in der Jagdverordnung vorgesehen, andererseits sollen aber auch die höchst umstrittenen, kürzlich im Ständerat behandelten, Vorstösse zum Thema Wolf aufgenommen werden.
Die Gruppe Wolf Schweiz GWS bedauert die heute vom Ständerat getroffenen Entscheidungen, namentlich die Überweisung der drei Motionen zur Schwächung des Wolfsschutzes. Die Zurückdrängung des Wolfes, mit rund 10 Exemplaren eine in der Schweiz nach wie vor seltene und gefährdete Tierart, ist damit eine Tatsache. Zugunsten der hoch subventionierten Schafhaltung und der Jagd soll die international streng geschützte Art weichen.
Am 25. November fand die Pro Natura Tagung «Wildtiermanagement in der Schweiz – zwischen Schutz und Regulierung» unter dem Patronat des Jäger-Dachverbandes JagdSchweiz in Olten statt. Kontrovers wurde unter anderem über die Zukunft der Jagd und den Schutz gefährdeter Arten debattiert.
Die aktuelle Ausgabe des Pro Natura Magazins widmet sich der Jagd. Pro Natura ist der Meinung, dass die Jagd in der Schweiz dringend modernisiert werden muss. Gemäss Pro Natura sind sich Naturschützer und Jäger bei der Revision der Jagdverordnung in vielen Punkten uneinig. Dennoch gibt es auch gemeinsame Anliegen von Jagd und Naturschutz.
In der Schweiz gibt es weder eine stabile Wolfspopulation, noch kann von hohen Wolfsbeständen die Rede sein. Dennoch will die Jagdlobby eine Regulierung der Bestände einführen.
Die Messe “Fischen Jagen Schiessen” vom 18. bis 21. Februar auf dem Messegeländer der BEA bern expo AG war ein voller Erfolg.