Am 26. Dezember 1999 fegte der Sturm Lothar über die Schweiz. Er forderte mehrere Menschenleben und vernichtete innert Minuten das Kapital vieler Waldeigentümerinnen und -eigentümer. Lothar wirkte sich auf den Holzmarkt sehr negativ aus, die Holzpreise brachen stark ein. In ökologischer Hinsicht hingegen brachte der Sturm Dynamik und erhöhte die Artenvielfalt.
Der Wald muss heute vielen Ansprüchen genügen: Energiequelle, Erholungsgebiet, Objekt des Naturschutzes. Wie NZZ-Online berichet, stehen die Waldeigentümer vor widersprüchlichen Herausforderungen.
2008 nahm die im Schweizer Wald geerntete Holzmenge um 7,5 Prozent auf 5,3 Millionen Kubikmeter ab. Dies geht aus der Forststatistik 2008 der Bundesämter für Statistik BFS und für Umwelt BAFU hervor. Die inländische Holznachfrage blieb weiterhin gut. Produktionsdrosselungen der europäischen Holzindustrie führten zu sinkenden Holzerlösen. Diese neuen Voraussetzungen wirkten sich auf den Holzaussenhandel aus.
Waldbesitzer mit einem Nachhaltigkeitslabel sehen ihre Hoffnungen nach höheren Einnahmen nicht erfüllt. Weil in der Schweiz zu viel zertifiziertes Holz angeboten wird, bleiben die Holzpreise tief.
Eine verstärkte Holznutzung und die Förderung der Biodiversität müssen sich nicht ausschliessen. Dies zeigt eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Werden gewisse Rahmenbedingungen eingehalten, fördert eine stärkere Holznutzung sogar die Artenvielfalt im Wald. Um die Artenvielfalt im Wald steht es – verglichen mit dem Kulturland – relativ gut. Bei den Vögeln sind nur wenige typische [...]