Elektrofahrzeuge sind energieeffizient, geräuscharm und stossen während der Fahrt keine Schadstoffe aus. Wirklich klimaschonend sind sie aber erst, wenn sie mit Ökostrom betrieben werden. Nun haben der WWF Schweiz, m-way, Renault, The Mobility House, der Verein für umweltgerechte Energie und ewz die Ökostrom-Vignette entwickelt. Sie garantiert, dass der Strom fürs Elektrofahrzeug aus erneuerbaren Quellen stammt.
Die Umweltkommission des Ständerats (UREK-S) entschied die Motion von Roberto Schmidt zum Atomausstieg abzuschwächen. Statt von einem definitiven Atomausstieg, ist nur von einer Abkehr von der heutigen AKW-Generation die Rede. Die UREK-S versäumt es aber klare Kriterien für eine neue Generation aufzustellen. Der WWF und die Grünen sind enttäuscht über diesen Entscheid und befürchten, dass die Umweltkommission des Ständerates so potenzielle Schlupflöcher für neue AKW öffnet und die Energiewende damit wieder in weite Ferne rücken könnte.
Mit einem umfassenden Rating zeigen Pro Natura und der WWF Schweiz, wie nachhaltig zwölf der grössten Stromversorger sowie die SBB arbeiten. Die grosse Mehrheit der Elektrizitätswerke ist erst ungenügend auf die Herausforderungen einer erneuerbaren, naturverträglichen Energiezukunft vorbereitet. Ihr Geschäftsmodell beruht immer noch auf dem Verkauf von Atom- und Kohlestrom.
Die Alpen sollen bis 2050 unabhängig von Energieimporten werden. Dass dies sinnvoll und möglich ist, zeigen zahlreiche Beispiele und Studien. Die CIPRA vertieft das Thema “Energieautarkie” an ihrer Fachtagung, die von 15. bis 17. September 2011 in Bovec/SI stattfindet.
Weltweit leben 1,5 Mrd. Menschen völlig ohne Elektrizität und eine weitere Mrd. ohne stabilen Zugang. Anlässlich des “Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle” 2012 sagt die UNO der Energiearmut den Kampf an. Ein neuer Bericht zeigt, wie entlegene Landstriche in der Dritten Welt nachhaltig mit sauberem Strom versorgt werden können. Die Zeit drängt, denn ohne Gegenmassnahmen werden auch 2030 noch 1,4 Mrd. Menschen keine Elektrizität haben, was die Armut in vielerlei Hinsicht verstärkt.
Auch in der Hotelbranche stehen die Zeichen auf erneuerbar.Am 07. Juni 2011 hat der Fachverband Swissolar erstmals eine Liste der Schweizer “Solarhotels” im Internet aufgeschaltet. Erfasst wurden alle Hotels, Jugendherbergen und SAC-Hütten, die Solarenergie nutzen, um Warmwasser oder Strom zu erzeugen.
Heute hat eine breite Allianz bestehend aus den Grünen, den Jungen Grünen der SP und zahlreichen weiteren Parteien und Organisationen die Volksinitiative “Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie” lanciert. Die Atomausstiegsinitiative will den Betrieb von Atomkraftwerken verbieten und verlangt eine maximale Laufzeit für Atomkraftwerke von 45 Jahren. Wenn es Sicherheitsgründe nötig machen, soll die Abschaltung früher erfolgen. Mit Einsparungen, Effizienzsteigerungen und der Förderung von erneuerbaren Energien ist eine atomfreie Zukunft möglich. Angesichts der zunehmenden Kritik an der Atomenergie ist die Allianz überzeugt, dass die Initiative rasch zustande kommen wird.
Bisher gehörte Erdgas zu den fossilen Brennstoffen. Künftig kann man aus Gas auch umweltfreundlichen Strom erzeugen: Forscher des Fraunhofer IWES und des ZSW Stuttgart sind an einem Projekt beteiligt, in dem Audi und SolarFuel eine neuartige Anlage errichten. Sie wandelt Strom aus Wind und Sonne erstmals im industriellen Massstab in Methan um, also in künstlich hergestelltes Erdgas. Während sich Strom schlecht speichern lässt, kann man das Erdgas problemlos lagern. Bei Flaute und bedecktem Himmel kann man daraus über Gaskraftwerke wieder Strom erzeugen, oder den Tank von Gasautos damit füllen.
Innert 15 bis 25 Jahren kann sich die Schweiz ohne AKW sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Strom versorgen. Gerade mal 0,1 Rappen pro Kilowattstunde kostet der vorgezogene Ausstieg. Die Umweltverbände haben heute die zehn Bausteine vorgestellt, mit denen die Stromwende gelingt. Die Politik soll sie sofort entschlossen anpacken und am 8. Juni den Ausstieg beschliessen.
Grosse solarthermische Anlagen in Afrika, Offshore-Windparks in der Nordsee, Photovoltaik-Kraftwerke im Süden und die vielen dezentralen Anlagen in Mitteleuropa sollen künftig einen grossen Teil unseres Stroms liefern. Damit aber der Umstieg auf regenerative Energien gelingt, müssen noch einige Herausforderungen gemeistert werden. In dem jetzt gestarteten Zukunftsprojekt “Supergrid” arbeiten Fraunhofer-Forscher an Komponenten, um Strom verlustarm zu speichern und zu verteilen.