Nächste Woche werden auf der Welt nach Uno-Schätzungen 7 Milliarden Mensch leben. Mit der Weltbevölkerung wächst auch die Umweltbelastung. Doch wichtiger als die Bevölkerungszahl ist für die Umwelt, wie viel Ressourcen jede Person im Durchschnitt braucht. Für die Schweiz liegt dieser Wert viel zu hoch.
Unser Konsum wirkt sich im Ausland stark auf die Umwelt aus: Weil viele Güter importiert werden, fallen rund 60 Prozent der von der Schweizer Bevölkerung verursachten Umweltbelastungen im Ausland an. Das geht aus einer Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) hervor, in der erstmals die gesamte Umweltbelastung durch den Konsum und die Produktion der Schweiz ermittelt wurde.
Gemäss einem Diskussionspapier des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) soll die Zukunft der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft mit mehr Nachhaltigkeit gesichert werden. Dabei sollen die Bedürfnisse der Konsumenten und die Erwartungen der Bevölkerung mit einer ökonomisch erfolgreichen, ökologisch optimalen und sozial verantwortungsbewussten Nahrungsmittelproduktion erfüllt werden.
Europäische Agrarwissenschaftler und Artenschützer engagieren sich im EU-Projekt AEGRO unter der Leitung des Julius Kühn-Instituts, gefährdete Wildpflanzenarten zu erhalten, die mit Kulturpflanzen wie Weizen, Gerste oder Rüben verwandt sind. Dies soll in ihrer natürlichen Umgebung geschehen. Ziel des Projektes ist, die bestehenden Instrumente des Artenschutzes für solche Pflanzen einzusetzen. Damit soll die gegenwärtige und zukünftige Ernährung durch Ressourcen nachhaltig gesichert werden.
Unsere Ernährung ist ein sehr bedeutender Klimafaktor. Dies geht in den Diskussionen um die Gründe des Klimawandels häufig vergessen. Die Ernährung ist jedoch für einen Drittel der konsumbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich; noch vor Verkehr und Wohn- und Freizeitverhalten. Der Verein eaternity will das Thema klimafreundliche Ernährung bekannter machen und propagiert klimafreundliche Menüsin Kantinen und Gastrobetrieben.