Mit der Verabschiedung des Abkommens gegen die Biopiraterie und der globalen Biodiversitätsziele bis 2020 hat die Biodiversitätskonferenz in Nagoya doch noch Erfolge gebracht.
Wie Nachforschungen der Erklärung von Bern und Natural Justice gezeigt haben, hat Nestlé kürzlich fünf Patente auf die Verwendung von Rooibos und Honeybush angemeldet. Die Patente verletzen nicht nur südafrikanisches Recht, sondern auch die Biodiversitätskonvention.
Delegierte aus rund 150 Ländern haben in Cali (Kolumbien) das UNO-Abkommen gegen Biopiraterie verhandelt. Nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Schutz der Biodiversität, wird die Ächtung und Beendigung von Biopiraterie weltweit als wichtig anerkannt. Die überfällige gerechte Aufteilung der Gewinne aus der Nutzung der Biodiversität ist eine zentrale Forderung der “Convention on Biological Diversity” (CBD).
Der grösste Reichtum an biologischer Vielfalt ist in den Ländern des Südens beheimatet. Dennoch sind es die Firmen des Nordens, die daraus den grössten Profit ziehen, oft auch auf illegale Art und Weise. Die Erklärung von Bern deckt Fälle von Biopiraterie auf, und setzt sich im Rahmen der Umsetzung der Biodiversitätskonvention und der Patentgesetzgebung dafür ein, dass die Ausbeutung des Südens im Bereich der genetischen Ressourcen ein Ende nimmt.