Vom 7.-9. März fand die 11. Alpenkonferenz im slowenischen Brdo pri Kranju statt. Die Alpenkonferenz ist das oberste beschlussfassende Organ der Alpenkonvention. Alle zwei Jahre treffen sich die Umweltminister/innen der Alpenstaaten zu dieser Konferenz. Die Ergebnisse sind laut CIPRA jedoch mager. Nun übernimmt die Schweiz für die nächsten zwei Jahre die Präsidentschaft der Konvention von Slowenien. Die Alpenkonvention wurde vor 20 Jahren unterzeichnet, mit dem Ziel den Schutz und die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums zu gewährleisten.
Vor 20 Jahren legte die Alpenkonvention den Grundstein für eine gemeinsame Alpenpolitik. Heute könnte sie Antworten liefern auf Fragen, die die Globalisierung aufwirft. Die Umsetzung des Staatsvertrages aber ist in den meisten Ländern holprig. Die CIPRA fordert die Vertragsparteien dazu auf, der Alpenkonvention an der 11. Alpenkonferenz in Brdo/SI von 8./9. März mit Unsetzungsprojekten endlich ein Gesicht zu verleihen.
Das schweizerische Parlament hat die Ratifizierung der Alpenkonventionsprotokolle definitiv abgelehnt. Die Alpenkonvention soll im Lebensraum Alpen eine ausgeglichene Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Natur garantieren und geht auf die Forderung der CIPRA zurück.
Die bürgerliche Mitte im Nationalrat ist am Freitag vor der SVP eingeknickt: Zusammen mit der Ratsrechten trat sie nicht auf die drei Ausführungsprotokolle zur Alpenkonvention ein. Ein völlig unverständlicher Entscheid: Denn noch vor genau einem Jahr gab dieselbe bürgerliche Mitte mit der SP und den Grünen zusammen dem Bundesrat grünes Licht für Verhandlungen mit dem Ausland über eine Alpentransitbörse.
Die Vertragsparteien der Alpenkonvention haben im März 2009 den Aktionsplan zum Klimawandel in den Alpen angenommen. Um diesen besser umsetzen zu können, wurde vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention nun eine eigene Homepage zum Klimawandel eingerichtet.
Im Rahmen des Jugendparlaments der Alpenkonvention haben SchülerInnen aus dem gesamten Alpenraum in Innsbruck A vier Resolutionsentwürfe ausgearbeitet und den Organen der Alpenkonvention vorgelegt. Sie fordern mehr Klimabewusstsein im täglichen Leben und den Stopp einer unkontrollierten Urbanisierung. Wichtig erscheint den Jungen die Reduktion des CO2-Austosses durch konkrete Massnahmen wie den Ausbau und die Förderung von [...]
Das Verlagerungsziel im Alpenschutz sorgt für neuen Streit zwischen den Parteien. Bürgerliche fordern mehr Lastwagenfahrten durch die Alpen. Die Linke dagegen will nicht vom Verlagerungsziel bis 2009 abrücken und will die Alpentransitbörse. Die EU hat sich nach jahrelangem Ringen zur Unterschrift des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention entschlossen. In der Schweiz löst die Alpenkonvention weiterhin Skepsis aus. [...]
Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA fordert einen Aktionsplan der Alpenkonvention für den Klimaschutz. Die Umweltminister der Alpenländer und der EU, welche sich in Alpbach (Tirol) am 8./9. November dieses Jahres zur “9. Alpenkonferenz” treffen, haben von der CIPRA ein entsprechendes Schreiben erhalten. (sb) Links zum Beitrag CIPRA
Die Stiftung Landschaftsschutz verlangt, dass die Hochgebirge in der Schweiz besser geschützt werden. Sie ist besorgt darüber, dass die hochalpinen Lagen immer häufiger in den Fokus wirtschaftlicher Nutzungsinteressen geraten. Skigebiets-Erschliessungen (Sidelhorn VS), Ausbau von Wasserkraftwerken (Grimsel BE, Emosson VS), Klettersteige, Gletscher-Folienabdeckungen oder das gigantische Ferienresort-Projekt in Savognin GR sind nur einige Beispiele. Die Stiftung fordert [...]