Arosa, Zweitwohnungsinitiative

Zweitwohnungsinitiative als Chance

  • Manuela Just
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Pro Natura sieht in der Zweitwohnungsinitiative eine Chance und einen Auftrag für einen nachhaltigen Tourismus in der Schweiz. Die Initiative muss konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt werden, so Pro Natura in ihrer heutigen Medienmitteilung.

Pro Natura hat wenig Verständnis für die Stimmen der Tourismusregionen seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative. Sie sieht das Ja zur Initiative als Quittung für die seit Jahrzehnten betriebene verfehlte Tourismus-, Bau- und Planungspolitik in gewissen Kantonen und Gemeinden.

Mit der Annahme der Initiative öffnen sich für die Tourismusregionen Türen zu einer modernen Beherbergungspolitik, ohne dass Ressourcen verschwendet, übermässig Boden verbraucht und Landschaften verschandelt werden, ist Pro Natura überzeugt. Dafür müsse die neue Verfassungsbestimmung konsequent, aber mit Augenmass umgesetzt und vollzogen werden. Mit einer klaren Definition der Zweitwohnungen im Sinne der Initiative, einer sowohl pragmatischen wie rechtssicheren Lösungen für mehr vermietete Ferienwohnungen für das Gros der Gemeinden und Massnahmen für besonders strukturschwache Gebiete.

Weitere Informationen

www.pronatura.ch

Bild: Andres Passwirth (Wikimedia Commons)

1 Kommentar

  • Andres Passwirth

    Das illustrativ verwendete Foto zeigt die heutige Situation an der Seehalde in Arosa. Es gibt an diesem Hang in der Tat eine beträchtliche Anzahl an Zweitwohnungen. Man könnte nun daraus schliessen, dass hier ein ehemals intakter Wald einfach rücksichtslos verbaut worden hätte. Tatsächlich verhält es sich aber so, dass die Seehalde in den vergangenen 130 Jahren insgesamt eine enorme forestale Aufwertung erfahren hat, wie man anhand des folgenden Vergleichsbildes unschwer erkennen kann: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Obersee1880a.jpg. Seit Beginn des Fremdenverkehrs in Arosa verfügte diese Gemeinde – dank umfangreicher Aufforstungen und Schutzzonen – über keinen grösseren Waldanteil als heute, und das Gebiet über dem Obersee darf getrost als architektonisch vergleichsweise gelungen überbaute Zone betrachtet werden.

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