Zustand der Flüsse hat sich verschlechtert

  • Redaktion Naturschutz
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An den Schweizer Flüssen und Bächen wurden innerhalb eines Jahres mehr negative als positive Eingriffe festgestellt. Diese ernüchternde Bilanz zieht der WWF aus den Beobachtungen seiner Riverwatcher und fordert mehr Engagement für lebendige Gewässer.
Ein Jahr lang beobachteten über 400 freiwillige Frauen und Männer als so genannte Riverwatcher für den WWF die Schweizer Flüsse und Bäche. Dabei entstand ein eindrückliches Bild über Veränderungen an unseren Fliessgewässern. An der Medienkonferenz vom Dienstag in Flims betonte WWF-Programmdirektor Thomas Vellacott, dass sich der Gesamtzustand der Gewässer innerhalb eines Jahres verschlechtert habe: „Die Beobachter haben mehr negative als positive Eingriffe festgestellt. Auf jeden aufgewerteten Flusskilometer kommen zwei Kilometer Verschlechterung.“
Hauptbedrohung für die Flüsse und Bäche in der Schweiz sind Verschmutzungen und Verbauungen, falsche Uferbewirtschaftung sowie der Wechsel zwischen zu wenig und zu viel Wasser infolge der Stromproduktion (Schwall-Sunk). Der WWF fordert daher Behörden und Politiker, aber auch Kraftwerksbetreiber und Landwirte auf, die Revitalisierung der Fliessgewässer voranzutreiben. (sb)

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