Veloweg

Züri rollt

  • Nora Kieselbach
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Wie gestern im Tagesanzeiger zu lesen war, wird in der Stadt Zürich seit 2009 an zehn strategischen Punkten der Veloverkehr gemessen: Kabel, verborgen im Asphalt, leiten die Impulse der Felgen an ein Zählgerät weiter, das die Daten jede Nacht per Modem an den Server schickt. Mit den Zahlen kann das Tiefbauamt feststellen, wie sich der Verkehr entwickelt, an welchen Tages- und Jahreszeiten am meisten gefahren wird und welche Massnahmen notwendig sind, um das Radfahren weiter zu fördern. Zurzeit liegt der Veloverkehr immer noch unter zehn Prozent.

Und doch hat er in den letzten zwei Jahren massiv zugenommen. Dies zeigen die Zahlen, die an einer öffentlichen Besichtigung der Velozählstelle am LuxGuyer-Weg bekannt gegeben wurden: 2010 sind hier im Durchschnitt 610 Velos pro Tag durchgefahren, ein Jahr später waren es bereits 730 – was einer Zunahme von 20 Prozent entspricht. Insgesamt zählten die verborgenen Boxen 2,6 Millionen Velofahrten, mit Spitzenzeiten morgens von 8 bis 9 und abends von 18 bis 19 Uhr. Die meisten Velos waren im August unterwegs. Und: Sommerfahrer haben eine dünne Haut. Während Winterfahrer bei jedem Wetter in die Pedale treten, machen Gelegenheitsfahrer bei Regen schlapp.

Die Stadt rüstet noch weiter auf mit Velozählstellen: die nächste ist an der Langstrasse geplant, wo pro Tag rund 10’000 Velos durchfahren. Eine weitere soll im Frühling entstehen. Ziel ist es, die ganze Stadt an repräsentativen Stellen abzudecken. Ende Oktober veröffentlicht die Stadt zudem den „Masterplan Velo“: ein ausgebautes Netz, Ampeln und Velokurse sollen in Zukunft den Veloverkehr in Zürich erleichtern.

Weitere Informationen

Tiefbauamt der Stadt Zürich

Bild: Arne Hückelheim [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

 

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