https://www.flickr.com/photos/aline-et-fred/9509627372/in/photolist-fukjUC-fu5YT6-fu5Z2V-fukhTm-fu5WRH-fu5Uea-fu5VDi-aeM4oA-4KjZA3-a4Nreq-fukiVf-fu5W4X-xSJLQ-rTk6Lc-fu5XKv-bM5UmM-fu5V9t-fu5Urg-fu5Y4H-fu61jc-4N3tXK-aeJfa4-hw4a6B-fukiHw-fu615F-65N8yi-ayWsxQ-65N4rk-fukjJ3-4KjZM7-65N6GM-DqvLxA-fukjvQ-dKj9Zg-fiiGSu-CUk8cB-DfceQ-7XZNt9-FHt662-Dkyg3n-6ct4zE-oWYBF-akyUW4-7Fy6Y5-BuRioK-bMzwii-akyUia-7GCV4T-bqfddQ-aYvo8v
| © Fred PO, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Zunehmender Wassersport trübt die Bergseeidylle

  • Cécile Villiger
  • -

Wer kennt nicht die hohe Betriebsamkeit an einem Bergsee im Sommer? Wer Ruhe und Erhohlung sucht, ist am falschen Ort. Unzählige motorisierte Wasserfahrzeuge, Kitesurfer oder Stand-up-Paddler kurven über die Wasseroberfläche, so zum Beispiel am Brienzersee. Wem gehört nun der See? Was ist mit dem Lebensraum der am/im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen, der gestört wird?

Der Sommertourismus an Bergseen nimmt von Jahr zu Jahr zu. So wird das Angebot für den Wassersport immer mehr ausgebaut. Für mehr Wasserspass wird in Davos in den Sommerferien neuerdings einen Wasserskilift betrieben. Grund in den Bergregionen vermehrt auf das Sommersportangebot zu setzen, ist wohl auch der weniger lukrativ werdende Wintersport. Die eine Interessengruppe sucht das sportliche Vergnügen und die andere möchten Ruhe tanken und die Natur erleben. Hinzukommt das Anliegen, die  Ökosysteme möglichst zu bewahren. Das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Interessengruppen führt zu Konflikten, so berichtet die Organisation CIPRA, die sich für nachhaltige Entwicklung in den Alpen einsetzt.

Lösungsansätze

Im slowenischen Triglav-Nationalpark zum Beispiel zahlt man Gebühren für Boote, Kanus oder Stan-up-paddle-boards. Das Geld dieser „Steuer“ kommt dem Ausbau der Infrastruktur zugute. Um die Natur zu schützen, dürfen die Wassersportgeräte nur in gekennzeichneten Bereichen zu Wasser gelassen werden.

In Italien am Lago di Tovel im Adamello Brenta wird mit einer Limitierung der Besucheranzahl versucht die Natur zu schützen. Ausserdem wird eine Gebühr erhoben, wenn man nicht mit dem Shuttle-Bus hinfährt.

Mit der steigenden Touristenanzahl wird das Verlangen nach Regulierung des Zugangs zu den Bergseen erhöht. Ob Ansätze wie in Slowenien oder Italien Lösungen wären, muss diskutiert werden. Jedenfalls sollte die öffentliche Zugänglichkeit zu den Gewässern dabei nicht eingeschränkt werden, findet CIPRA. Das Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen Anliegen zu finden sei die Angelegenheit des öffentlichen Sektors.

 

 

 

 

Beitrag kommentieren