Unter anderem wegen des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs ist Zürich die nachhaltigste Stadt weltweit. | © bigbirdz, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Unter anderem wegen des gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs ist Zürich die nachhaltigste Stadt weltweit. | © bigbirdz, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Zürich ist die nachhaltigste Stadt    

  • Amanda Buol
  • 2

Laut dem „Sustainable Cities Index“ ist Zürich die nachhaltigste Stadt weltweit. Den Spitzenplatz erreichte die Stadt aufgrund ihrer hohen Umweltstandards und ihrer wirtschaftlichen Stabilität. Auch Genf zählt mit dem zwölften Platz zu den vorbildlichen Städten.

Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Arcadis ist Zürich die nachhaltigste Stadt. Hundert Städte weltweit wurden hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien Mensch, Umwelt und Wirtschaft für den „Sustainable Cities Index“ untersucht. So punktete Zürich vor allem in den Kategorien Umwelt und Wirtschaft.

Die beste Bewertung im Bereich Umwelt erzielte Zürich dank ihren Bestrebungen, bis 2050 eine 2000-Watt-Gesellschaft zu werden. Sie setzt deshalb auf Massnahmen in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energie und zukunftsfähige Mobilität. Den öffentlichen Verkehr in Zürich sieht Arcadis als Vorbild für andere Städte.

Einen einzigen Wermutstropfen gibt es jedoch für die Stadt: bei der Kategorie Mensch rangiert sie nur auf Platz 27. Der Grund dafür sind laut Arcadis die zu hohen Lebensunterhaltskosten.

Weitere Informationen über die Studie finden Sie hier »

Sustainable Cities Index 2016, Plätze 1 -10

  1. Zürich
  2. Singapur
  3. Stockholm
  4. Wien
  5. London
  6. Frankfurt
  7. Seoul
  8. Hamburg
  9. Prag
  10. München

2 Kommentare

  • Scheibler Dominik

    Solche Rankings sind irreführend und ohne Aussage, da zu viele Kriterien vermischt werden.

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  • Andreas Diethelm

    Im besten Fall kann man über solche Rankings schmunzeln, wenn man aber schaut, wie tief im Keller wir bei der sozialen Nachhaltigkeit landen, vergeht einem auch dies. Gute Ränge aufgrund von Standards sind nicht ernst zu nehmen. „2000-Watt-Gesellschaft“ ist ausserdem kein Standard, im besten Fall ein frommer Wunsch, in näher liegenden PR. Nichts deutet darauf hin, dass man dieses Ziel ernsthaft verfolgt. Nachhaltigkeit muss sich redlicherweise an Realisierungen messen lassen. Bsp.: Die Stadt ist gerade dabei, ihre Strassenbäume radikal auszuwechseln wird „Der Gesundheitszustand der älteren Bäume rechtfertigt keinen finanziellen Aufwand mehr“, heisst es jeweils in vertrauter Freistildiagnose, den Aufwand der Rodung scheut die Stadt dann aber nicht. „Die Bäume werden ersetzt und neu gruppiert“, freut sich derweil der Quartierverein. Bäume, alte Bäume, angestammte Bäume sind in der Innenstadt die wichtigsten artenreichen Biotope. Das Liliput-Ersatzgehölz aus den Steppen Asiens und N-Amerikas erträgt zwar die Salzexzesse besser, aber es sind ökologische Einöden. Parallel dazu wird die Stadt in forschem Tempo versiegelt, was mit baulicher Verdichtung nichts, mit Facility Management und Kostenauslagerung aber viel zu tun hat. Zuletzt klagt man über die Wärmeinsel.

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