Zollfreistrasse im Riehener Schlipf: Verhandlungen mit Moritz Leuenberger

  • Redaktion Naturschutz
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Im erbitterten Konflikt um den Bau der Zollfreistrasse in Riehen BS haben die Verhandlungen der Basler Regierungsdelegation bei Bundesrat Moritz Leuenberger einen Ausweg aus der politischen Sackgasse gebracht: Über mögliche Alternativen soll in einer gemischten Kommission am 7. April nochmals verhandelt werden. Die Strassen-Gegner feierten den faktischen Baustopp. Was sie erhofften und andere bezweifleten, war eingetreten: Die Bagger werden in den nächsten Tagen nicht auffahren, die Bäume im Auenwald (noch) nicht gefällt.

Der Bundesverkehrsminister teilt „die Bedenken hinsichtlich der ökologischen Folgen des Projekts und versteht auch die Sorgen um das beliebte Naherholungsgebiet“. Anderseits seien alle Rechtmittel ausgeschöpft und der Staatsvertrag mit Deutschland, der im August 1980 in Kraft trat, verpflichte den Kanton Basel-Stadt, das Gelände für den Bau der 730 Meter langen Verbindungsstrasse zwischen den beiden deutschen Grenzstädten Lörrach und Weil am Rhein zur Verfügung zu stellen. Handlungsspielraum sieht Leuenberger aber in einem gemischten Ausschuss, der „bei Schwierigkeiten mit der Durchführung des Vertrags einberufen“ werden könne.

Im Riehener Schlipf brüten gleich 7 Arten der Roten Liste wie Wendehals und Gartenrotschwanz und 6 weitere Arten, die in der Schweiz selten sind. Der Bau der Zollfreistrasse würde diese Arten vertreiben und das Gebiet als Naherholungsgebiet unattraktiv machen.

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