Kirche, Kirchturm, Kirchenuhr, Uhr, Zeit

Zeit um Stellung zu beziehen

  • Nora Kieselbach
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An diesem Sonntag 28. Oktober werden wieder einmal die Uhren zurückgedreht: Die Sommerzeit endet und beschert uns eine extra lange Nacht, wenn um drei Uhr nachts die Zeiger noch einmal auf zwei Uhr zurückgestellt werden. In den 1970er Jahren eingeführt um das Tageslicht besser ausnützen zu können, zeigen heute immer mehr Studien, dass die Zeitumstellung gar nicht so nachhaltig und energiesparend ist wie erhofft, berichtet nachhaltigleben.ch.

Dank Zeitumstellung werden sich Herr und Frau Schweizer am Montag Morgen dann bei Tageslicht statt Dunkelheit auf den Weg zur Arbeit machen können –  genau aus diesem Grund wurde die Zeitumstellung in den 1970er Jahren auch eingeführt. Das Tageslicht sollte zu jeder Jahreszeit so gut wie möglich ausgenutzt und dadurch Energie eingespart werden.

Studien zeigen aber inzwischen, dass die Zeitumstellung nicht so nachhaltig ist wie erhofft. Zwar laufen Strassen- und Wohnungsbeleuchtungen dank der Zeitumstellung tatsächlich weniger lang, wodurch Energie eingespart wird; diese Einsparungen sind jedoch sehr gering. Ausserdem benötigen Beleuchtungen im heutigen Energiesparlampen-Zeitalter per se weniger Energie als noch in den 70er Jahren. Und weil in den Monaten März, April und Oktober durch die Umstellung auf die Sommerzeit morgens mehr geheizt wird, legen einzelne Studien nahe, dass der Energiebedarf durch die Zeitumstellung insgesamt sogar etwas ansteigt.

Beim Energieverbrauch kann die Zeitumstellung also keine Pluspunkte sammeln – noch schlimmer: viele Menschen erleiden wegen der Zeitumstellung zwei Mal im Jahr eine  Art Mini-Jetlag. Der Biorhythmus braucht oft bis zu drei Wochen, um sich an die Veränderung anzupassen: Müdigkeit, Herz-Kreislauf-Probleme, Verdauungs- und Schlafstörungen sind die Folge – wobei Frauen laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Forsa häufiger mit der Umstellung zu kämpfen haben als Männer.

Immerhin kann man mit einigen Tricks der unsinnigen Zeitumstellung ein Schnippchen schlagen, indem man sich dem neuen Tagesrhythmus schrittweise nähert. Konkret heisst das: am besten heute und morgen Abend jeweils eine halbe Stunde später schlafen gehen. Und um den Kreislauf in Schwung zu bringen hilft Bewegung an der frischen Luft – möglichst bei Tageslicht.

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Bild: Roland zh [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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