Zeit für einen nationalen Aktionsplan BIO!

  • Monika Jung
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feld1Die Schweiz braucht zusätzliche Biobauern, um die steigende Nachfrage nach Biolebensmitteln zu decken. Der Bund soll die Anstrengungen der Branche mit einem Aktionsplan Bio unterstützen, fordern Bio Suisse und verschiedene Parlamentarier.

Der Anteil Bioprodukte im Lebensmittelhandel wächst stetig, im letzten Jahr betrug die Zunahme 7%. In der Schweiz stellen jedoch zu wenige Landwirte auf Bio um, so dass ein immer grösserer Anteil Bioprodukte importiert werden muss. Dadurch gehen der Schweizer Landwirtschaft wichtige Marktanteile und Produktionsmöglichkeiten verloren. Bio Suisse kritisiert, dass die Politik bisher passiv reagiert: In der Strategie 2025 des Bundesamts für Landwirtschaft hat Bio eine untergeordnete Bedeutung. In der letzte Woche vorgestellten Agrarpolitik 2017 (AP 2017) ist keine Ausdehnung der Biobeiträge vorgesehen, obschon diese jetzt nur 1% der Direktzahlungen ausmachen.

Die Bundesparlamentarier Maya Graf (Grüne), Hansjörg Hassler (BDP) und Andrea Hämmerle (SP) haben im Parlament verschiedene Vorstösse eingereicht. Darin verlangen sie, dass sich der Bundesrat eingehend mit einem möglichen Aktionsplan Bio befasst und Vorschläge zur Entwicklung der Schweizer Biolandwirtschaft vorlegt. Bio Suisse geht das Problem im Rahmen ihrer Bio-Offensive mit verschiedenen Massnahmen an. Zusätzlich braucht es ein Gesamtpaket, welches der Bund mit der Branche erarbeitet. Bio Suisse fordert den Bund auf, einen Aktionsplan Bio als strategisches Instrument in die AP 2017 einzubauen und so für Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von Schweizer Bioprodukten bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Bio-Offensive

Bio Suisse

1 Kommentar

  • Franziska

    Ich bin momentan in der landwirtschaftlichen Ausbildung (Erstberuf Biologin). Die Jungbauern sind allermeist überhaupt nicht an Bio interessiert, im Gegenteil. Ich muss mir hier so ziemlich viel anhören… Irgendwie müsste man vor allem bei den Jungen ansetzen können. Bereits in der Schule sollte verstärkt „Werbung“ für Bio gemacht werden. Aber wie, wenn die Vorurteile so gross sind?

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