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Zeichen stehen gut für die Energiestrategie 2050

  • Judith Schärer
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Aktuell diskutiert der Ständerat das Jahrhundertprojekt Energiestrategie 2050. Dieses sieht einen sukzessiven Umbau des Schweizer Energiesystems bis ins Jahr 2050 vor. Die Umweltallianz zeigt auf: Erneuerbare Energien könnten heute schon drei AKW ersetzen. Dies wird als gutes Zeichen für die kommende Debatte im Ständerat gewertet.

Der weltweite Boom beim Zubau der neuen Erneuerbaren Energien setzt sich auch in der Schweiz fort. Im Jahr 2015 wird die Stromproduktion aus Biomasse, Sonne und Wind mindestens jener des AKW Mühleberg und Beznau II im Jahr 2014 entsprechen, wie proNatura mitteilt. Dabei stützen sie sich auf eine neu errechnete Bilanz der Umweltallianz (ein Zusammenschluss von verschiedenen Umweltorganisationen in der Schweiz).  Diese sieht den Aufwärtstrend bei erneuerbaren Energien als motivierendes Zeichen im Hinblick auf die kommende Debatte im Ständerat.

Alternativen zur Energiestrategie 2050 seien keine tauglichen vorhanden, wie der WWF erklärt. Die Szenarien mit Atom-/Gaskraftwerken oder importiertem Strom seien schlichtweg unrealistisch. An einem zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien und vor allem mehr Energieeffizienz führe also kein Weg vorbei. Bis 2050 soll die Schweiz auf fossile Energien – und hohe Kosten – verzichten.

Der Ständerat kann es richten

In der kommenden Herbstsession nimmt der Ständerat die Debatte der Energiestrategie 2050 auf. Die von der Umweltallianz ausgewiesene Dynamik bei der Erneuerung des Schweizer Strommixes zeigt, dass der erste Schritt zur Stromwende machbar ist. Weitere Schritte sollen nun ergriffen werden, zum Beispiel durch Festlegen von verbindlichen Zielen, Einführung von Zuschlägen und Abgaben oder der Abschaltung von Atomkraftwerken.

 

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