Zahlreiche tote Zugvögel

  • Redaktion Naturschutz
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Zahlreiche Zugvögel sind in den letzten Tagen Opfer der geschlossenen Hochnebeldecke geworden. Hans Schmid, Leiter vom Informationsdienst an der Schweizerischen Vogelwarte Sempach: „Wir bekamen Meldungen von mehr als 100 toten Zugvögeln im Glarnerland, auf dem Gotthard und in Zürich. Am häufigsten waren Singdrosseln und Rotkehlchen unter den Opfern. Sollte sich die Wetterlage nicht ändern, ist zu befürchten, dass das Sterben der Zugvögel weitergeht.“

Die Kombination von Licht und Nebel kann verheerende Auswirkungen auf Zugvögel haben. In bedeckten Nächten werden Vögel vom Licht fast magisch angezogen. Sie kollidieren häufig mit hohen Gebäuden oder finden nicht mehr aus dem Lichtdom heraus. Nach stundenlangem Irrflug und Stress fallen diese Vögel dann vor lauter Erschöpfung tot zu Boden.
In nebligen Nächten würde nur eine geringere Beleuchtung der Städte, Gebäude und Monumente zu einer Verringerung des Risikos für Zugvögel führen. Die ständig zunehmende Beleuchtung in Städten und Dörfern erschwert den Zugvögeln die ohnehin nicht einfache Reise um ein Vielfaches.

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Vogelwarte Sempach

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