WWF verzichtet auf Rekurs gegen Abschussbewilligung für Wölfin

  • Redaktion Naturschutz
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Der WWF verurteilt die Abschussbewilligung für die Wölfin im Walliser Chablais, verzichtet aber auf einen Rekurs. Der WWF erwartet vom Bund, dass dieser wirksame Schutzmassnahmen einrichtet und das Wolfkonzept endlich in Kraft setzt. Ein Lichtblick sind die vom Kanton Wallis für nächstes Jahr in Aussicht gestellten flächendeckenden Herdenschutzmassnahmen.

Viele der in diesem Jahr vom Wolf verursachten Schäden seien einem mangelhaften Herdenschutz zuzuschreiben, schreibt der WWF. Dabei wäre mehr möglich gewesen. Denn nach den Wolfsangriffen vom letzten Jahr hätten die betroffenen Schafzüchter in einem anderen Teil des Val d’Illiez Schutzmassnahmen eingerichtet – mit Erfolg. Der WWF hofft deshalb, dass auch in den 2007 betroffenen und umliegenden Gebieten Herdenschutz bis im nächsten Jahr zum Alltag gehört und keine Schafrisse mehr zu beklagen sind.

Für Kurt Eichenberger vom WWF Schweiz ist klar: „Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) muss dafür sorgen, dass in Zukunft Klarheit bezüglich den zu treffenden Herdenschutzmassnahmen besteht.“ Der WWF fordert deshalb vom Bund, das revidierte Konzept Wolf so rasch als möglich in Kraft zu setzen und dabei die für die Praxis so wichtigen Präventionszonen auszuscheiden und den Herdenschutz zu definieren. Im Hinblick auf die zu erwartende weitere Einwanderung von Wölfen fordert der WWF zudem prioritäre Präventionszonen in der Schweiz, in denen Herdenschutzmassnahmen von jedem Halter verlangt werden. „Wir sind überzeugt, dass auch in der Schweiz ein Nebeneinander von Menschen und Grossraubtieren möglich ist“, hält Kurt Eichenberger fest.
Als Zeichen des Dialogs hat der WWF die Walliser Kantonsregierung kontaktiert, um auf kantonaler Ebene Lösungen zu finden. Ein erster Lichtblick sind auch die vom Kanton Wallis für nächstes Jahr in Aussicht gestellten flächendeckenden Herdenschutzmassnahmen. (sb)

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