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WWF und Pro Natura zeigen Wilderer an

  • Eliane Küpfer
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In einem Interview in der Zeitschrift L’Illustré hat ein Walliser Jäger erzählt, er wildere regelmässig Tiere. Nach seiner eigenen Schätzung erlegte er im Verlauf der Jahre 100 Gämsen widerrechtlich und er gibt an auch mehrere Luchse getötet zu haben. Er sagt auch, er habe Jugendlichen das Wildern beigebracht und er kenne Personen, die im Wallis Wölfe geschossen hätten. Der Luchs und der Wolf gehören jedoch in der Schweiz zu den geschützten Tierarten, schreibt der WWF in einer Medienmitteilung. Nun haben der WWF und Pro Natura Anzeige gegen den Wilderer und alle weiteren Personen erstattet, die im Verlauf der Untersuchung wegen Gesetzesverstössen ausfindig gemacht werden.

Bereits 1996 hatte sich derselbe Wilderer in der Lokalpresse damit gebrüstet hatte, mehrere Luchse getötet zu haben. Der WWF hatte sich auch damals an das Strafuntersuchungsgericht gewandt, es wurde jedoch nie eine Strafe gegen Lini Paccolat ausgesprochen. „Dabei ist die Wilderei eine der grössten Gefahren für die Grossraubtiere in der Schweiz“, erklärt Marie-Thérèse Sangra, Regionalsekretärin des WWF im Wallis.

Auch der Verdacht, dass in der Schweiz Wölfe gewildert werden ist nicht neu. In den Nachbarregionen Italiens und Frankreichs wachsen die Populationen viel schneller. Die Populationen der Grossraubtiere haben in der Schweiz noch nicht die Grösse erreicht, mit der das Überleben dieser Arten langfristig gesichert ist. Zudem „liegt es auch im Interesse aller seriösen Jäger, dass die wenigen Wilderer bestraft werden“, betont Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik bei Pro Natura. „Wir können die Wilderei in unserem Land nicht einfach hinnehmen.“

Bild © WWF Schweiz

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3 Kommentare

  • harybo

    nicht schlecht dieser typ,für sein alter ganz schön auf trab, ziemlich cool diese behauptung! obs wahr ist? um so besser, wwf und pro natura,wo leben denn diese traumer? sicherlich sind es städter.

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  • Christine Dobler Gross

    Nein, sicher können wir die Wildererei nicht einfach hinnehmen. Wir nehmen schon genug hin an Gesetzesübertretungen im Natur-, Tier- und Umweltschutz, weil illegales Tun auf Kosten der Natur kaum geahndet wird. Ich könnte Tausende von Beispielen aufzählen…….Wenn dieses Grossmaul von Wilderer nicht bestraft wird, wird er seine Nachahmer finden, und einmal mehr sind diejenigen, welche sich ans Gesetz halten, die Dummen.

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  • Fredy Nock

    … und seit wann sind in der Schweiz Schalldämpfer erlaubt – siehe Blick ??!!??

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