WWF Studie zur Waldzerstörung

  • Caroline Nienhuis
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WaldbrandEine Studie des WWF hat gezeigt, wie dramatisch die weltweite Zerstörung der Wälder, vor allem in den artenreichen Tropen, fortschreitet. Seit letzen Herbst sind rund 13 Millionen Hektar Wald verschwunden, schreibt der WWF. Schuld sind illegaler Holzeinschlag, Waldbrände und die Umwandlung von Wald in Ackerflächen. Dadurch gehen nicht nur Lebensräume für Pflanzen und Tiere verloren sondern auch wichtige Kohlenstoffspeicher, denn Bäume binden das Klimagas Kohlendioxid in ihre Biomasse. Deshalb ist der Schutz der Wälder äusserst wichtig, meint der Tropenwaldexperte Markus Radday. Mehr als 90 Prozent der jährlichen Entwaldung findet in den Tropen statt. Aber auch in den gemässigten und nördlichen Breiten stehen die Wälder unter Druck. So leidet in Russland die weltweit drittgrösste Urwaldfläche immer öfters unter Bränden.

Um die Wälder zu schützen, fordert der WWF mehr Schutzgebiete und finanzielle Anreize für die Entwicklungsländer. Ausserdem drängt der WWF auf internationaler Ebene auf eine Einigung zur Entschädigung der grossen Waldnationen für den Erhalt ihrer Wälder im Rahmen des REDD-Mechanismus (Reduced Emissions from Deforestation and Forest Degradation). In Europa hofft der WWF endlich auf ein Verbot der Einfuhr von Holz und Holzprodukten aus illegalen Quellen.

Konsumenten können jetzt schon beim Einkaufen auf Holz- und Papierprodukten mit dem Garantiesiegel FSC achten und dabei zum Schutz der Wälder beitragen.

WWF Studie

Informationen zum Garantiesiegel FSC

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