Hirten Hilfen WWF

WWF-Projekt „Hirten-Hilfen“

  • Redaktion Naturschutz
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2009 hat der WWF im Herdenschutzzentrum in Jeizinen VS erstmals Freiwillige zu Hirten-Hilfen ausgebildet. Inzwischen haben 67 Personen die viertägige Ausbildung absolviert. Sie unterstützten daraufhin während ein bis drei Wochen Hirten auf 50 verschiedenen Schweizer Alpen, auf denen mit Wölfen oder Bären zu rechnen ist. Sie haben dabei fast 1000 Einsatztage geleistet. Kurt Eichenberger, Grossraubtier-Experte beim WWF Schweiz, zieht ein positives Fazit: „Die Hirten-Hilfen leisten gute Dienste und werden vom Alp-Personal sehr geschätzt.“


Mehr Akzeptanz für den Herdenschutz

Die Hirten-Hilfen erledigen dabei ganz verschiedene Aufgaben: Sie helfen mit beim Aufstellen und Abräumen von Zäunen, bei der Überwachung der Schafherden und bei der Betreuung der Herdenschutzhunde. Die Freiwilligen machen zudem Wanderer und Biker auf die Wichtigkeit des Herdenschutzes aufmerksam und informieren über den richtigen Umgang mit Herden- schutzhunden. „So trägt das Projekt zu einer besseren Akzeptanz für den Herdenschutz bei. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit Grossraubtiere wie Bär und Wolf eine Chance haben in unserem Land“, betont Projektleiter Eichenberger.

Neue Trägerschaft
Nach vier Jahren Aufbauarbeit übergibt der WWF sein Projekt der Vereinigung für ökologische und sichere Alpbewirtschaftung VösA. Mit der unabhängigen Trägerschaft wird die Basis für die langfristige Weiterführung des Projekts gelegt. „Die nachhaltige und ökologische Schafhaltung steht für mich dabei im Zentrum. Dazu passt das Hirten-Hilfe-Projekt des WWF ausgezeichnet“, betont Bruno Zähner, Geschäftsführer und Präsident der neuen Vereinigung VösA.

Bild: © E.T. Studhalter / WWF Schweiz

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WWF Schweiz

 

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