© Daniel Ramirez,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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WWF fordert Schliessung von Tigerfarmen

  • Amanda Buol
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Der 29. Juli ist „internationaler Tag des Tigers“. Dazu ruft der WWF die asiatischen Tigerstaaten zur Schliessung von Tigerfarmen auf, in denen die Raubkatzen für den illegalen Handel gezüchtet werden. Derzeit existieren mehr als 200 solcher Farmen mit bis zu 8000 Tigern in Ländern wie China, Laos, Vietnam und Thailand. In freier Wildbahn leben hingegen nur noch 3900 Tiger.

Anlässlich des internationalen „Tag des Tigers“ vom 29. Juli startet der WWF den Aufruf zur Schliessung von Tigerfarmen. Auch die Schliessung des berüchtigten „Tigertempels“ in Thailand bewog die Naturschutzorganisation zu diesem Aufruf. Im Juni wurde dort ein grausamer Fund von 137 lebenden Tigern, 70 Tigerbabys in einem Kühlschrank und in Konservierungsgefässen, sowie tausend Amulette aus Tigerhaut gefunden. Die Tigerbabys waren für den illegalen Handel bestimmt.

Aber nicht nur dieser Tigertempel handelt illegal mit Tigern und Tigerprodukten, sondern viele andere Tigerfarmen auch. Sie kurbeln die Nachfrage nach Tigerprodukten an und unterminieren die Bemühungen der Staaten, die wild lebenden Tiger zu schützen. Nur Zoos mit artgerechter Haltung und Zuchtstationen für Naturschutzzwecke sollen von einer Schliessung ausgenommen werden, fordert der WWF.

Jedoch können Tigerfarmen nicht von heute auf morgen geschlossen werden. Für die Tiere muss zuerst eine Bleibe gefunden werden. Weil die Tiger sich bereits zu sehr an die Gegenwart der Menschen gewöhnt haben, ist eine Auswilderung nicht möglich.

Derzeit leben noch weniger als 3900 Tiger in freier Wildbahn. Erstmals seit 2010 ist die Zahl in einigen Tigerstaaten gestiegen. 13 asiatische Staaten hatten 2010 an der Konferenz in St. Petersburg beschlossen, die Zahl der wild lebenden Tiger in Asien bis 2022, dem nächsten Chinesischen Jahr des Tigers, auf mehr als 6000 Tiere zu verdoppeln.

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