WWF fordert Holz-Deklarationspflicht

  • Redaktion Naturschutz
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Wer ein Möbelstück oder dergleichen kauft, soll erfahren können, woher das Holz stammt. Dies fordert der WWF, wie er laut der Nachrichtenagentur SDA am 19. März mitteilte. Anlass für die Forderung ist der Internationale Tag des Waldes am 20. März.
Mindestens die Hälfte des Holzes, das in der Schweiz verbraucht werde, stamme aus dem Ausland, schreibt der WWF. Dabei sei meist nicht nachvollziehbar, ob das Holz in Raubbau-Gebieten gewonnen worden sei. Nur eine klare Deklaration – zum Beispiel mit dem FSC-Label – ermögliche die Rückverfolgbarkeit des Produktes bis in den Wald. Das FSC-Label (Forest Stewardship Council) bürge für eine umwelt- und sozialverträgliche Bewirtschaftung der Wälder. Mit 300'000 Hektaren sind rund ein Viertel der Wälder in der Schweiz mit dem FSC-Label ausgezeichnet.
Der Direktor der Schweizer Holzhandelszentrale, Jörg Reimer, versicherte gegenüber der SDA den guten Willen der Branche. Eine lückenlose Deklaration wäre durchaus machbar und sei im Holzhandel auch bereits weitgehend realisiert. Wichtig wäre es laut Reimer, die Grossverteiler in die Ausarbeitung einer Deklarationsreihe einzubeziehen. Dort sei für die Käufer oft völlig undurchsichtig, woher das Holz stamme.

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Medienmitteilung WWF

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