Canis lupus lupus Wolf Portrait

Wolfsriss am Kunkelspass

  • Nora Kieselbach
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Wie die St. Galler Staatskanzlei gestern mitteilte, hat ein Wolf am vergangenen Freitag auf der Alp Ramuz am Kunkelspass bei Vättis SG zwei Schafe gerissen – obwohl zwei Herdenschutzhunde bei der Schafherde waren. An den getöteten Schafen wurden Speichelproben genommen, um den Wolf zu identifizieren, wie es in der Pressemitteilung heisst. Laut dem zuständigen Wildhüter deuten die Spuren jedoch klar auf einen Wolfsangriff hin.

Seit Mitte 2011 halten sich im Calandagebiet zwei Wölfe auf, welche regelmässig im bündnerischen Untervaz, Haldenstein und Felsberg beobachtet wurden. Ob es sich dabei um ein Paar – möglicherweise gar mit einem Jungtier – handelt, ist bis dato nicht gesichert.

Im letzten August wurden auf der Bündner Seite der Alp Ramuz erstmals Schafe von einem Wolf gerissen. Um weiteren Angriffen vorzubeugen, werden die rund 400 Schafe seit diesem Sommer von zwei Hunden beschützt – eine Massnahme, die der Kanton Graubünden nach den ersten Wolfsrissen angeordnet hatte.

Doch trotz der Schutzhunde wurden nun erneut zwei Schafe getötet. Die Besitzer der Tiere werden entschädigt. Die Alpbewirtschafter prüfen nun eine Verbesserung des Herdenschutzes, worin sie von der landwirtschaftlichen Beratungsstelle Agridea unterstützt werden.

Weitere Informationen

Agridea

Bild: Quartl [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

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