Wolfsabschuss: BAFU verteidigt den Kanton Wallis

  • Redaktion Naturschutz
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wolfIn einem Interview mit „Beobachter Natur“ verteidigt Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität im Bundesamt für Umwelt (Bafu), die Abschusspraxis des Kantons Wallis. Die Bewilligung zum Abschuss scheine ihm richtig und man könne zurzeit keinen Wolf gebrauchen, der sich auf Rinder spezialisiere. „Im betroffenen Gebiet im Mittelwallis weiden rund 2000 Rinder. Wir haben zurzeit einfach noch kein geeignetes Konzept für einen wirksamen Schutz all dieser Tiere“, sagt Schnidrig. Auch der Wolfsbestand von zurzeit rund 20 Tieren sei nicht gefährdet: „Wir haben in den letzten Jahren elf Abschüsse bewilligt, davon wurden sechs realisiert und fünf Wölfe entkamen. Trotzdem steigen die Wolfsbestände an.“

Auf die Frage, ob es sich bei drei gerissenen Rindern wirklich um einen „erheblichen Schaden“ handle, wie es das Gesetz für Abschussbewilligungen vorschreibt, antwortet der höchste Wolfsschützer der Schweiz: „Ja, wir haben das so beurteilt. Ein Städter versteht das vielleicht nicht, aber wir arbeiten hier mit Bauern zusammen, die sehen das ganz anders.“ Die Praxis, schadenstiftende Wölfe abzuschiessen, sei überdies vom Parlament verlangt worden. „Wir, die Behörden, setzen eigentlich nur um, was uns die Politik vorgibt“, so Schnidrig.

In Italien geniesst der Wolf längst einen Totalschutz. Trotzdem findet Schnidrig das Schweizer System besser: „In Italien wurde zwar letztes Jahr kein einziger Wolf offiziell abgeschossen. Dafür verschwinden aber zum Beispiel im Piemont 20 bis 30 Prozent der Wölfe jedes Jahr durch Wilderei, oft mit Gift. In der Schweiz hingegen gaben wir letztes Jahr von zwanzig Wölfen drei zum Abschuss frei, einer wurde erlegt. Hinweise auf Wilderei gibt es bei uns keine, auch weil wir aktive Wildhüter haben. Wer macht es also besser, Italien oder die Schweiz?“

Interview von Beobachter Natur

3 Kommentare

  • Horat

    Hallo Herr Wolfskenner Schnydrig,
    Sie sind mir und dem Volk immer noch eine Antwort schuldig.Was passiert mit den Schafen die in den Walliser Alpen jeden Herbst zurück gelassen werden und elendig Verrecken so 60- 80 Stück,becor sie Italien kritisieren. Ich hoffe das Sie sich Melden mit einer klaren Antwort.Sollten Sie nicht in der Lage sein,gibt es noch die Bundesrätin
    Mit freundlichen Grüssen
    Alois Horat
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  • Horat Alois

    Sehr geehrter Herr Schnidrig,
    Sie erzählen einen völligen Mist nur weil Sie als Obester Wolfskennêr gewählt wurden was ist das Wolfskenner Sie sind vieleicht ein Radiowanderer aber von Wölfen habe Sie keine Ahnung haben Sie mit Wölfen gelebt wenn nein würde ich keine grosse Lippe riskieren.
    Erzählen Sie dem Volk was im Wallis jeden Herbst bei Alpabfahrt ( Schafe ) passiert es werden 60 – 80 Schafe nicht gefunden die sich nach Walliser Schafbauern angeblich Verklüftet haben lässt man zurück.Diese Schafe Verrecken elendig im Frühling sehen Sie die Kadaver die rumliegen wie im Schlachtfeld was sagen Sie dazu Sie Wolfskenner.Das BAFU soll den Bericht jetzt Veröffentlichen sonst tun wir das dann sehen alt aus Sie angeblicher Wolfskenner was tun Sie nichts solange das Berner Konvent noch seine Gültigkeit hat ist der Wolf ein streng Geschützes Tier,die EU wird euch das Handwerk legen die haben auch noch etwas zu sagen Sie Wolfskenner.eines sei noch gesagt lasset die Wölfe Leben und Sie Herr Schnidrig erzählen keinen Blödsinn mehr und Handeln nach Gesetz , denn Sie nehmen den Lohn von uns Steuerzahlern haben Sie das begriffen.
    – Text veröffentlichen über Vergessene Schafe im Wallis
    Mit freundlichen Grüssen
    Alois Horat
    Lindenhofstrasse
    3048 Worblaufen
    alois.horat@bluewin.ch

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  • Theus Marion

    Das BAFU verwendet fadenscheinige Argumente. Schnidrig will das Herdenschutzhundprojekt nicht unterstützen, da die Jägerschaft fürchtet, dass das Wild dann ausbleibt und die “ Beute“ geringer ausfällt. Die gleichen Argumente hben die Jäger bei Wolf, Luchs und Bär ebenfalls. Auch das Argument, die Rinder würden über Tag in den Ställen gehalten wegen der Insekten und nur Nachts auf die Weiden gelassen ist ausgemachter Blödsinn. Im Kanton GR haben wir das gleiche Klima und bei uns bleiben die Herden den ganzen Sommer auf der Weide. Es gibt nur wenige Ställe zum melken – die 2000 Rinder im Wallis haben mit Garantie keine Ställe. Und komisch der Wolf wird immer im Wallis abgeschossen! Und Herdenschutz wird gar nicht praktiziert. Unterschreibt unsere Petition zum Schutz des Wolfes unter http://www.Jagdkritik.ch und da sind auch umfassende Infos zu lesen.

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