Bild: Jim Clark (U.S. Fish & Wildlife Service) [Public domain], via Wikimedia Commons
Bild: Jim Clark (U.S. Fish & Wildlife Service) [Public domain], via Wikimedia Commons

Wolfabschuss war kurzsichtig und falsch

  • Daniela Cervenka
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Walliser Wildhüter haben am Abend des 2. September den vergangene Woche zum Abschuss freigegebenen Wolf erlegt.

Der WWF Schweiz bezeichnet den Wolfsabschuss im Goms in seiner Medienmitteilung als kurzsichtig und falsch. „Im Wallis vertraut man offenbar noch immer auf die Flinte. Doch damit versperrt sich der Kanton nur den Weg für nachhaltige Lösungen“, sagt Kurt Eichenberger vom WWF Oberwallis. Dass es auch anders geht, zeigt gerade das Beispiel Goms: Seit wenigen Jahren werden dort die Schafe auf einigen Alpen mit Herdenschutzhunden und Hirten geschützt. Der Erfolg ist offensichtlich: Auf den geschützten Weiden wurde in diesem Jahr kein einziges Schaf von einem Wolf gerissen.

Der WWF fordert deshalb den Kanton Wallis dazu auf, die Schafhalter bei der Einrichtung von Herdenschutzmassnahmen gezielt zu unterstützen. Zumal sich der Grenzkanton zum absoluten Wolfs-Einwanderungsgebiet entwickelt. Hierhin wandern Wölfe aus Italien, Frankreich und auch aus Graubünden ein. Diese natürliche Zuwanderung wird auch nach dem Abschuss nicht abnehmen.

Pro Natura sucht in den kommenden Tagen das direkte Gespräch mit dem zuständigen Staatsrat Jacques Melly, um Lösungen für Schaf und Wolf zu finden.

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