© Tambako The Jaguar [CC-BY-SA-3.0], via flickr
© Tambako The Jaguar [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Wolf mit GPS

  • Kathrin Ruprecht
  • -

Das Calanda-Wolfsrudel steht nun unter stärkerer Kontrolle durch eine GPS-Besenderung eines Jungwolfes. Dies als nötige Massnahme um die wenig scheuen Jungtiere besser überwachen zu können und eventuell zu vergrämen.

Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden meldet eine Änderung der Überwachung des Wolfsrudel am Calanda. Letzte Woche sei ein junger männlicher Wolf narkotisiert und mit einem GPS Sender versehen worden.

Eine gezielte Überwachung sei angebracht weil die Jungwölfe des Rudels sich wenig scheu zeigen und sich des Öfteren in der Nähe von Dörfern und Bauernhöfen aufhalten. Allenfalls sollen Vergrämungen eingesetzt werden damit die Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen behalten und die Konflikte verhindert werden können, schreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden.

Die GPS-Sender übermitteln alle 21 Stunden ihre Daten per SMS Meldung an eine PC-Station. So können die Aufenthaltsorte registriert und ausgewertet werden. Durch die geringe Akkukapazität ist eine Meldung der Position nur im mehrstündigen Rhythmus möglich. Im Falle von problematischem Verhalten kann der besenderte Wolf aber mittels Handantennen-Peilung geortet werden.

Ob die Überwachung nur zur Beobachtung des Rudels und als Grundlage für Vergrämungsaktionen oder auch Billigung eines Abschusses ist, bleibt dahin gestellt. Wie schon im Artikel vom 22.Dezember 2014 berichtet, will eine Jagdverordnungsrevision den Abschuss wenig scheuer Jungwölfe erlauben. Eine etwas verwirrenden Behandlung einer geschützten Art.

Beitrag kommentieren