Wolf_tot_Wallis_August_2009

Wolf geschossen

  • Barbara Darani
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Wolf_tot_Wallis_August_2009Am Morgen des 20. August wurde der Wolf im Walliser Val d‘Illiez abgeschossen. Beim Wolf handelt es sich um ein männliches Tier. Der Wolf hielt sich in unmittelbarer Nähe einer Schafsherde auf. Gemäss Wolfskonzept wurde er zur Untersuchung ins Tierspital Bern gebracht. Alle weiteren Informationen zum Tier werden im Untersuchungsbericht enthalten sein und mit diesem bekannt gegeben.

Der WWF ist entsetzt und verurteilt diese Aktion. Sie nützt weder dem Wolf noch den Schafen. „Wir werden unseren Rekurs aufrecht erhalten, in der Hoffnung, dass der anstehende Gerichtsentscheid Verbesserungen für den Schutz des Wolfes bringt,“ sagt WWF-Experte Kurt Eichenberger. Der WWF verlangt vom Kanton Wallis, dass er die Kosten für den Abschuss veröffentlicht. „Wären die 330‘000 Franken für den Wolfabschuss 2006 im selben Gebiet (Chablais) in den Herdenschutz investiert worden, so hätte dieser heute abgeschossene Wolf höchstwahrscheinlich am Leben bleiben können.“

Auch Pro Natura ist empört darüber, dass es erneut soweit kommen musste und die Schweiz nach zehn Jahren Wolfspräsenz immer noch nicht gelernt hat, sich an die Anwesenheit dieses geschützten Wildtieres zu gewöhnen und die entsprechenden präventiven Massnahmen zu treffen. Sie wird ihrem traurigen Ruf als Europameisterin im Abschiessen des Wolfs erneut gerecht. Pro Natura wird trotz dieses Abschusses gemeinsam mit dem WWF Schweiz Rekurs gegen alle drei erteilten Abschussbewilligungen einreichen und die Entscheide gegen den Wolf überprüfen lassen. Im Falle des Wolfs im Val d’Illiez konnte das Leben des Wolfes nicht gerettet werden, da den Rekursen die aufschiebende Wirkung entzogen worden ist.

WWF
Pro Natura
Kora

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