Wohnst du noch oder zerstörst du schon?

  • Corinna von Kürthy
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Für 129 Euro wird der Ikea-Holztisch Modell Jokkmokk mit vier Stühlen angeboten. „Massive Kiefer; ein Naturmaterial, das wunderschön altert.“ schreibt Ikea dazu. Auch dieses Jahr wird an Weihnachten der ein oder andere ein Möbelstück von Ikea geschenkt bekommen. Und das, obwohl die Zerstörung von intakten  im russischen Karelien durch Ikea weltweite Empörung und Proteste ausgelöst hat.

Aber es gibt auch positive Nachrichten. Laut einer Medienmitteilung von Rettet den Regenwald e.V. überreichte die NRO Protect the Forest vergangene Woche 180.000 Unterschriften an Ikea. Die Petition mit dem Namen „Stoppt die Abholzung von Urwäldern“ verlangt von dem schwedischen Möbelhaus, seine Umwelt- versprechen gegenüber den Verbrauchern einzuhalten und die Zerstörung von ökologisch wertvollen Urwäldern unverzüglich zu stoppen.

Bei dem Treffen behauptete Ikea vergangene Woche, dass die Kritik von Protect the Forest unberechtigt wäre und keinen Rückhalt bei russischen Umweltorganisationen fände. Dies wurde allerdings widerlegt, da die Petition ebenfalls von russischen Verbänden unterstützt wurde. Ikea behauptete ebenfalls, dass die Rodungen der alten Taiga-Wälder nachhaltig und verantwortlich seien und berief sich dabei auf das Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC). Mit der Kritik im Ikea-Fall konfrontiert, stellte der FSC-Vorsitzende jedoch selbst klar, dass FSC kein Öko-Label sei.

„Das zeigt, dass Ikea sich hinter einer Fassade netter Wörter versteckt. Bisher hat das Unternehmen seinen Kunden keine Garantien geben können, dass uralte Kiefern nicht zu billigen Ikea-Möbeln verarbeitet werden“, sagt Klaus Schenck von Rettet den Regenwald e.V.

Weitere Informationen

Protect the forest

Rettet den Regenwald e.V.

Mitteilung FSC Deutschland

Bild: Nikater [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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