© Tierpark Goldau
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Wintervorbereitungen im Tierpark Goldau

  • Roman Vonwil
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Die putzigen Siebenschläfer sind, wie ihr Name andeutet, Winterschläfer. Bereits jetzt müssen sie sich auf den langen Schlaf vorbereiten und sich die nötigen Reserven anfressen. Auch im Tierpark Goldau sind zur Zeit Buchnüsse, Eicheln und Haselnüsse bei den alten und jungen Siebenschläfern sehr beliebt.

Die Siebenschläfer haben den Riecher für einen gedeckten Herbsttisch. Sie können bereits im Frühsommer feststellen, wie das Nahrungsangebot im Herbst ausfallen wird. Die kleinen Waldkobolde paaren sich im Frühsommer nur, wenn im Herbst ein reich gedeckter Futtertisch an Buch- und Haselnüssen oder Ahornsamen bereit stehen wird. Gesteuert wird dieses Verhalten unter anderem durch das Wachstum der männlichen Geschlechtsorgane und damit durch die Hormonproduktion. Die Jungen werden meist im August geboren und müssen sich in nur zwei bis drei Monaten einen Wintervorrat in Form von Fettdepots anfressen, um den sieben Monate dauernden Winterschlaf zu überstehen.

Damit sich die Siebenschläfer nicht selber Nahrungskonkurrenten schaffen, steuern sie ihre Paarungsbereitschaft und zeugen nur in fetten Jahren Nachwuchs. Nach einer Tragzeit von rund einem Monat bringt das Weibchen einen Wurf mit fünf bis sieben Jungen zur Welt. Bereits nach einem weiteren Monat müssen sich die jungen Siebenschläfer selbst durch das Leben schlagen. Viele Ahornbäume tragen jetzt bereits reichlich Samen.

© Tierpark Goldau
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Die Buchnüsse, Eicheln und Haselnüsse sind nach dem fruchtbaren Sommer reif und die beste Nahrung für die Siebenschläfer. Auch die jungen Schläfer im Tierpark Goldau, welche im August in den verschiedenen Verstecken im Park geboren wurden, sind schon fast erwachsen und knabbern gern an den fetthaltigen Samen.

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